Die Kreuze wurden in der Schützenhalle, der Feuerwehrgerätehalle und im Schulungsraum aufgehängt. Zuvor hatten die Böllerschützen Neuses/Trailsdorf ein Reihenfeuer und ein Salut geschossen. Die Weigelshüfner Bloosmusigg sorgte für die Musik.

Beim Bau des Gemeinschaftshauses hatte das ganze Dorf mitgeholfen. 9675 Stunden leisteten die 67 am Bau beteiligte ehrenamtliche Helfer. Eine besondere Leistung hob stellvertretender Kommandant Michael Rothlauf hervor: Mit 152 Stunden in einem Monat gleich zu Baubeginn im Juli 2008 brachte sich Gruppenführer Stefan Herbst ein. Und das neben seiner Schichtarbeit und obwohl er auch zuhause ein kleines Bauprojekt am Laufen hatte. "Meine Frau war schon drauf und dran, mein Bett zur Feuerwehr zu stellen", scherzt der fleißige Helfer, der es insgesamt auf über 1000 Stunden ehrenamtlichen Einsatz gebracht hat.

Trotz einiger Reibereien unter den beiden Vereinen während des Baus sind die Drügendorfer jetzt stolz auf ihr Werk. "Zwischen 550 000 und 600 000 Euro kostet das Projekt, die Schlussrechnungen sind noch nicht alle eingegangen", informierte Bürgermeister Claus Schwarzmann. Doch das Geld sei "gut angelegt" und reihe sich in das seit 15 Jahren verfolgte Gesamtkonzept ein, das den Ausbau der Infrastruktur aller Ortschaften verfolgt. Wie auch Pfarrer Josef Schirner wünschte sich der Gemeindechef, dass das neu errichtete Bauwerk den Gemeinschaftssinn der Drügendorfer fördere.

Der Baukomplex ist mit rund 1900 Kubikmetern großzügig bemessen und bietet sowohl der Feuerwehr als auch den Schützen optimale Voraussetzungen für ihre Vereinsarbeit. So haben die über 40 Aktiven der Stützpunktwehr nun eine Fahrzeughalle, einen Schulungsraum, ein Lehrmittelzimmer und eine kleine Teeküche. Die Schützen freuen sich auf die Inbetriebnahme der neuen Schießanlage.