Über das vielfällige Engagement im Landkreis Forchheim freut sich Landrat Hermann Ulm (CSU) und zeichnete deshalb am Donnerstagabend zehn Männer und Frauen sowie zwei Firmen aus.
Die Dankurkunde für den "Umweltpakt Bayern" für Verdienste um die Umwelt überreichte der Landrat der Firma Holzbau Erlwein (Wiesenthau) und der Firma Friseur Weber (Forchheim).
"Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft", erklärte Ulm. "Freiwilligkeit, Übernahme von Eigenverantwortung beim Umweltschutz sowie kooperatives Handeln zählen seit der Erstunterzeichnung 1995 zum Grundverständnis des Charakters von Zusagen und Erklärungen im Umweltpakt."
Für die Firma Erlwein nahm Bernhard Erlwein die Auszeichnung entgegen. Claudia Gottstein bekam die Urkunde für den Forchheimer Friseur Weber überreicht. Beide Unternehmen nehmen am Umweltpaket Bayern "Gemeinsam Umwelt und Wirtschaft stärken" teil.
25 Jahre beim Technischen Hilfswerk sind Jürgen Biedermann (Kirchehrenbach) und Erich Friedrich (Ebermannstadt). Biedermann ist seit April 1992 beim THW im Ortsverband Kirchehrenbach tätig und hat dort eine Vielzahl von Ausbildungsgängen sowie Einsätzen absolviert. Nach seiner Grundausbildung wurde er als Helfer in der Gerätegruppe des 2. Bergungszuges im Ortsverband Kirchehrenbach eingesetzt. Darüber hinaus war er in den Bereichen Technik, Logistik und Fuhrpark tätig. Seit 2008 ist er Bereichsausbilder Kraftfahrtwesen. Zudem ist er Schirrmeister des Ortsverbandes. Besonders hob Ulm die Arbeit Biedermanns bei den Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013 hervor.
Erich Friedrich ist seit Januar 1992 im Technischen Hilfswerk im Ortsverband Forchheim. Nach seiner Grundausbildung war er bis Ende 2003 im Fernmeldezug eingesetzt. Seine weitreichenden Fähigkeiten setzte Friedrich unter anderem bei humanitären Hilfseinsätzen in der Ukraine unter Beweis. Seit 2004 ist er in der Fachgruppe "Wassergefahren" im Einsatz. Friedrich wurde bereits mit dem THW Helferzeichen in Gold sowie dem Einsatzzeichen Ausland 2001 und der Bundesflutmedaille der Jahre 2002 und 2013 ausgezeichnet.


Ehrenamtliche Verdienste

Für besondere Verdienste im Ehrenamt zeichnete Landrat Ulm Hildegard Rehm (Dormitz) und Max Habermann (Obertrubach) aus.
Hildegard Rehm engagiert sich seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich in vielfältigster Weise im kulturellen Leben ihres Heimatorts Dormitz. Über Jahrzehnte hinweg war sie als Mitbegründerin und Dolmetscherin des Freundeskreises Clairoix unentbehrliche Stütze und treibende Kraft der Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden Dormitz und Clairoix. Ein wesentliches weiteres ehrenamtliches Verdienst sind Rehms Publikationen zur Dormitzer Heimatgeschichte. Anlässlich der 850-jährigen ersten urkundlichen Erwähnung organisierte sie ehrenamtlich gemeinsam mit ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann Ernst Rehm die Ausstellung "850 Jahre Dormitz" und veröffentlichten eine große Jubiläumsfestschrift. Darüber hinaus hat Rehm die Geschichte und Ausstattung der Pfarrkirche Dormitz in einem kleinen Kirchenführer aufbereitet. 2015 trug Rehm die Dormitzer Haus- und Hofnamen zusammen und verfasste dazu ein Buch mit 183 Seiten. Diese Publikation ist ein wichtiger Bestandteil der Dormitzer Heimatgeschichte.
Max Habermann war in den Jahren 1996 bis 2014 Ratsmitglied in der Gemeinde Obertrubach. Hierfür wurde ihm 2015 die kommunale Dankurkunde verliehen. Sein Herzblut aber gehört dem Fußballsport. Seine Verdienste sind hierbei äußerst vielfältig. Zum einen brachte er sich in hohem Maße für seinen Heimatsportverein, den SV Wolfsberg, ein. Darüber hinaus war er maßgeblich an der Gründung der Kreisschiedsrichtergruppe Fränkische Schweiz im Jahr 1995 beteiligt, deren Leitung er als Gruppen-Schiedsrichter-Obmann seit der Gründung von 1995 bis 2006 innehatte. Seit dem Jahr 2006 ist Habermann nun Kreisvorsitzender für knapp 200 Vereine. Nicht zuletzt ist Max Habermann auch seit mehr als 35 Jahren Vorsitzender des Soldaten- und Kriegervereins Wolfsberg.
Die Dankurkunde für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung bekamen in diesem Jahr sechs Kommunalpolitiker ausgehändigt. "Die Verleihung erfolgte, weil Sie sich um das Wohl Ihrer Heimatgemeinden, um den Landkreis Forchheim sowie um die dort lebenden Menschen in hohem Maße über mehrere Wahlperioden hinweg verdient gemacht haben", betonte der Landrat.
Werner Jaensch engagierte sich von 1982 bis 2014 als SPD-Gemeinderat in der Gemeinde Kunreuth. In den 32 Jahren im Gemeinderat hat er sich herausragend im Bauausschuss eingebracht.
Edmund Mauser hat sich kommunalpolitisch umfassend in der Gemeinde Hausen und im Landkreis Forchheim engagiert. Zwischen 1996 und 2008 war er Bürgermeister.
Gerhard Mühlhäußer ist seit 1997 in der Marktgemeinde Pretzfeld im Gemeinderat aktiv. 2002 bis 2008 war er 2. Bürgermeister.
Hans-Jürgen Nekolla ist seit 2002 Ratsmitglied in der Stadt Gräfenberg. Bevor Nekolla 2014 Bürgermeister wurde, war er von 2008 an 2. Bürgermeister. Zudem gehört er seit 1998 dem Kreistag an.
Konrad Rosenzweig ist seit 21 Jahren im Marktgemeinderat Wiesenttal. Von 2008 bis 2014 war er 2. Bürgermeister.
Reinhard Schuhmann ist seit 1978 (mit zweimaliger Unterbrechung) Ratsmitglied der Gemeinde Weißenohe. red