Die Obertrubacher müssen oder dürfen sich an ein neues Gesicht in ihrer Kommunalverwaltung gewöhnen. Nach mehr als 30 Jahren in der Gemeindeverwaltung verabschiedet sich Peter Helldörfer in den Ruhestand. Seit 1. November arbeitet sich bereits sein Nachfolger ein: Ulrich Meierhöfer ein. Der künftige geschäftsleitende Beamte ist 27 Jahre alt und wohnt in Kalchreuth.

Sein beruflicher Werdegang begann 2008 bei der Stadt Nürnberg. Meierhöfer absolvierte sein Dualstudium der Verwaltungswirtschaften in Hof und befasste sich in den vergangenen drei Jahre im Jugendamt mit der wirtschaftlichen Jugendhilfe. Im Staatsanzeiger las er von der offene Stelle in Obertrubach. "Es war eine Fügung, ich war auf der Suche nach höherer Verantwortung", freut er sich. Es habe ihm auch in Nürnberg gefallen, aber in Obertrubach, da müsse er Allrounder sein. Hier stimmten Perspektive, Kompetenz und Verantwortung.
"Außerdem bin ich ein Landmensch, freue mich über Grün, Wald und Wasser, eben alles, was dem Auge gut tut", sagt Meierhöfer.

Literatur und Vereinsleben

Meierhöfer ist auch kommunalpolitisch aktiv. Für die CSU sitzt er im Kalchreuther Gemeinderat und auch im Kreistag des Landkreises Erlangen-Höchstadt. Positiv überrascht hat ihn das gute und offene Arbeitsklima in Obertrubach: "Peter Helldörfer nimmt sich viel Zeit und unterstützt mich, wo er kann."

Auch am täglichen Austausch mit Bürgermeister Markus Grüner (CSU), der aus beruflichen Grund in London lebt, fehlt es nicht. Freilich sei Helldörfer immer noch der wichtigste Hauptansprechpartner.

Die Fahrt von Kalchreuth nach Obertrubach sieht er nicht als Hindernis. Das sei in 25 Minuten zu schaffen. Meierhöfer fühlt sich in Obertrubach wohl hier. In seiner Freizeit beschäftigt sich der 27-Jährige gern mit Literatur und schätzt auch das Vereinsleben. "Ich liebe das Überraschende und Fordernde. Es soll auch intellektuell stimulieren", sagt er.
In Obertrubach tritt in die großen Fußspuren Peter Helldörfers. Meierhöfer wird sich hier beweisen können.