Am Freitag erscheint das neue Buch von Tommie Goerz. Es heißt "Auf dem Keller. Biergeschichten". In 35 Kurzgeschichten möchte der fränkische Autor, der mit Krimis wie "Schlachttag" bekannt geworden ist, nun der fränkischen Keller- und Wirtshauskultur eine Art Liebeserklärung machen.

Die Idee zum Buch entstand während seinen Lesungen. "Es gibt nichts Langweiligeres als eine Lesung", meint Goerz. Deshalb erzählt der Krimi-Autor dort gerne Anekdoten und Geschichten, die seine eigene Band mit fränkischer Kabarettmusik musikalisch begleitet. "Nichts ist schöner, als die Leute zum Lachen zu bringen", sagt Goerz.

Die Kurzgeschichten in seinem neuen Buch sind nicht frei erfunden. "Die haben sich in den letzten 40 Jahren angesammelt", sagt Goerz. Wenn man in den Wirtshäusern und regionalen Bierkellern unterwegs ist, erlebe man die lustigsten Dinge. Tommie Goerz ist Franke mit Leib und Seele. "Franken ist etwas Besonderes! Man muss auch die Franken kennen!", lacht der Autor.

Goerz wurde von den Eigenheiten der Franken und den regionalen Handlungsschauplätzen inspiriert, weshalb ihm das Schreiben dieses Buches einfach gefallen sei.


Auf ein dunkles Bier

Die Kurzgeschichten spielen an Schauplätzen wie dem "Nitsche-Keller" in Ebermannstadt, dem "Greifbräu" oder dem "Michlwirt" in Hetzles. "Das alles sind Orte, an denen "ich schon immer gern war und gerne auf ein Dunkles einkehre", erzählt der Krimi-Autor.

Der Franke, der "schon immer was mit Schreiben" zu tun hatte, arbeitet momentan noch hauptberuflich in einer Agentur für Industriekommunikation in Tennenlohe. "Zeit zum Schreiben finde ich am Feierabend und an den Wochenenden", berichtet Goerz. "Aber ab Oktober werde ich mich ganz dem Schreiben widmen können, da freue ich mich schon sehr drauf." Die Leser dürfen sich wieder auf einen Krimi freuen, bei dem der Nürnberger Kommissar Friedo Behütuns ermittelt.

Zum fränkischen Krimi-Autor wurde Goerz eher unverhofft. 2008 bekam er eine Anfrage vom Verlag Ars Vivendi Verlag. "Kennen sie jemanden der einen Regionalkrimi im Fußballkonzept schreiben kann?", lautete die Frage. Nachdem Goerz nach zwei Wochen immer noch keine Antwort parat hatte, schlug er kurzerhand sich selbst vor. Da er zuvor mit Freunden an einem Fußballkalender gearbeitet hatte , kannte er sich mit Fußball schon einmal aus. Nun musste Goerz sich noch mit dem Thema "Regionalkrimis" befassen. "Bis dahin hatte ich selbst keine regionalen Krimis gelesen", sagt Goerz. Sein erstes Buch "Schafkopf. Friedo Behütuns' erster Fall" erschien zwei Jahre später bei Ars Vivendi. Das Buch ist mittlerweile in der sechsten Auflage. Im Abstand von ein bis zwei Jahren folgten weitere Krimis.

Für seine "Heimatkrimis" wählt Goerz Orte aus der Region und versteht es, diese dann geschickt in die Handlung einzubeziehen. "Heimat" kommt von "Hemmad", erklärt Goerz. "Das kennt man, das ist einem nah!" Das Schreiben macht Tommie Goerz großen Spaß. Das erkennt man sowohl in seinen populären Krimis, aber vor allem spürt man es in seinen neuen Buch.

"Auf dem Keller. Biergeschichten" ist eine Hommage an die fränkischen Gastwirte. "Wenn´s euch ned gäb...", heißt es daher auch in der Widmung des Buches. Die Liebe zum Frankenland spiegelt sich in den Kurzgeschichten, die alle im fränkischen Dialekt verfasst sind, wider.

Buch
Tommie Goerz: "Auf dem Keller. Biergeschichten"
Verlag Ars Vivendi, 170 Seiten, 14 Euro