Thomas Hacker (FDP) soll auch in der kommenden Wahlperiode den Wahlkreis Bayreuth, zu dem auch die Städte Ebermannstadt und Gräfenberg und die Gemeinden Egloffstein, Gößweinstein, Hiltpoltstein, Obertrubach, Pretzfeld, Unterleinleiter, Weißenohe und Wiesenttal im Landkreis Forchheim gehören, wieder im Deutschen Bundestag vertreten.

Die Freien Demokraten Bayreuth wählten den gebürtigen Bayreuther während ihrer Delegiertenversammlung im Stadtcafé Wunderlich mit 49 Stimmen zu ihrem Direktkandidaten für die kommende Bundestagswahl im Herbst 2021. Hackers Herausforderer war Stefan Bätz, Kreisvorsitzender der FDP Bayreuth-Land, auf den 28 Stimmen entfielen. Dritter Kandidat war Leopold Mayer aus Mistelgau, der allerdings nur eine Stimme erhielt.

Erstmals fand eine Delegiertenversammlung der FDP zur Nominierung eines Bundestagskandidaten nicht in Bayreuth statt. Dass man Pottenstein auf Vorschlag des Dritten Pottensteiner Bürgermeisters Christian Weber (JL) auswählte, hat seinen guten Grund. Zum Einen ist Weber stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender und zum Anderen wurde erst zwei Tage zuvor der FDP-Ortsverband Pottenstein gegründet. Vorsitzende ist Katja Wunderlich.

Hacker freut sich über Vertrauen

"Ich freue mich über dieses erneute Vertrauen", erklärte Hacker nach seiner Nominierung. "Meine Arbeit für Bayreuth und die Region will ich natürlich in der kommenden Legislaturperiode mit der gleichen Leidenschaft fortsetzen. Bildung, Wirtschaft, Freiheitsrechte, Verkehr und natürlich die Kultur müssen gerade in dieser herausfordernden Corona-Zeit neu gedacht werden. Dafür braucht es starke Freie Demokraten im Deutschen Bundestag", so Hacker. Einen besonderen Schwerpunkt will Hacker auch auf die unverzichtbare Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg-Bayreuth-Hof legen.

"Die Region und ihre 1,1 Millionen Menschen brauchen endlich Strecken-Bedingungen, die nicht mehr der Zeit der Adler-Lokomotive gleichen." Wahl-Verlierer Bätz ergänzte: "Es ist natürlich schade, dass es nicht für einen echten Aufbruch gereicht hat, aber ich freue mich über die Unterstützung der 28 stimmberechtigten Mitglieder und bedanke mich für das große Vertrauen." 2021 müsse die FDP gemeinsam mit ganzer Kraft und aus Liebe zur Freiheit in den Wahlkampf ziehen.

Bätz zeigte sich überzeugt, dass die FDP dann mit einem sehr guten Ergebnis wieder im Deutschen Bundestag vertreten sein wird. "Es ist schön zu sehen, dass wir mit einer so großen Personenzahl unter drei Kandidaten eine demokratische Auswahl treffen konnten. Darum würden uns andere Parteien beneiden. Dafür war sicherlich auch das große Engagement unserer örtlichen Liberalen mitverantwortlich", so der Forchheimer FDP-Landtagsabgeordnete Sebastian Körber, der die Wahl leitete.

"Ich freue mich, dass eine für die Liberalen im Wahlkreis Bayreuth so wichtige Veranstaltung in meiner Heimatgemeinde Pottenstein ausgetragen wurde. Außerdem bedanke mich für die Unterstützung aller Beteiligten: Vor den Herausforderungen der Corona-Pandemie ist eine solche Veranstaltung alles andere als leicht organisiert, und da freut es ganz besonders, dass alles so reibungslos funktioniert hat", sagte Pottensteins FDP-Chefin Katja Wunderlich.

"Eine so große Anzahl an Liberalen hat meine Heimat Pottenstein wohl selten gesehen. Das macht Mut für den Bundestagswahlkampf 2021, und ich freue mich darüber, dass mein Vorschlag, die Wahlkreisversammlung auch einmal außerhalb Bayreuths und in Pottenstein abzuhalten, im Vorfeld der Planungen auf kreisverbandsübergreifende Zustimmung gestoßen ist", freute sich auch Christian Weber.