Der 57-Jährige aus Oberehrenbach bewirbt sich als Kandidat der Wählergruppen Ehrenbach und Oberehrenbach um das Bürgermeisteramt der Gemeinde Leutenbach.
Ein Novum gab es, als die Mittelehrenbacher ihre Gemeinderatskandidaten aufstellten: Leutenbachs Bürgermeister Florian Kraft (FW) war erschienen und hatte gleich drei Leutenbacher Gemeinderäte mitgebracht. Als amtierender Bürgermeister wollte er seinem Gegenkandidaten zuhören. Dafür verzichtete er sogar auf seine persönliche Anwesenheit und Vorstellung als Kreistagskandidat der Freien Wähler in Pinzberg, obwohl er auch in den Kreistag gewählt werden will. Doch das Zuhören in Mittelehrenbach war ihm wichtiger.
Roland Schmitt heißt sein Gegenkandidat, ist 57 Jahre alt und stammt aus Oberehrenbach. Er war schon einmal Gemeinderat und kennt die Mühen des Bürgermeisteramtes aus erster Hand. Sein Vater Heinrich Schmitt war langjähriger Bürgermeister von Oberehrenbach und Zweiter Bürgermeister von Leutenbach.
In circa acht Minuten berichtete Schmitt über seinen schulischen Werdegang, sein Studium in Triesdorf, seinen Einsatz für die Imkerei und das Jagdwesen, den Aufbau seiner bayernweit bekannten Obstwiese in Oberehrenbach nebst Hofladen und seine gemeindepolitischen Ziele. Er bekräftigte den schriftlichen Antrag der benachbarten Wählergruppe aus Oberehrenbach (WvO), seine Kandidatur zu unterstützen. Darüber wurde geheim abgestimmt.
Geheime Wahl statt Auslosung
Das Ergebnis: Roland Schmitt ist nun auch offizieller Kandidat der Wählergruppe Ehrenbach. Das gemeinsame von Oberehrenbach vorgeschlagene Kennwort auf dem Stimmzettel für den künftigen Bürgermeister von Leutenbach lautet deshalb: WvE/WvO.
Florian Kraft durfte nur zuhören und sich nicht als Bürgermeisterkandidat vorstellen. Denn er wurde ja, so Versammlungsleiter Gemeinderat Raimund Dörfler, offiziell noch nicht als Bürgermeisterkandidat von seiner Wählergrupppe Leutenbach/Dietzhof aufgestellt.
Somit wurde Zeit gespart, denn die Mittelehrenbacher verlosten diesmal nicht die Reihenfolge ihrer Gemeinderatskandidaten auf dem Wahlzettel, wie früher üblich, sondern ermittelten diese durch geheime Wahl. Und diese dauerte, auch weil es mehrmals Stimmengleichheit gab. Nur die drei amtierenden Gemeinderäte Raimund Dörfler, Bernd Held und Reinhard Weber wurden auf die Listenplätze 1 bis 3 gesetzt. Die Reihenfolge ihrer Nennung sollte das Los bestimmen.
Und so sieht die Reihenfolge der 16 Gemeindratskandidaten der WvE aus: Raimund Dörfler, Bernd Held, Reinhard Weber, Miriam Singer, Henrik Rässler, Heiko Bernad, Christian Ebenhack, Michael Ansorge, Jochen Schmidt, Claus Bogner, Willibald Schmidt, Jonas Batz, Simon Drummer, Jürgen Potzner, Norbert Braun und Ivonne Lehnert.
Ah, seh schon, da war ein absoluter Profifotograf am Werk.
Klarer Anwärter für die Blende 2019!