Als recht umfangreich erwies sich die Tagesordnung, die der Obertrubacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung abarbeiten musste. Den thematischen Schwerpunkt bildete dabei die Präsentation der Firma Gebäude- und Energietechnik Huber aus Obertrubach.
Bürgermeister Markus Grüner (CSU) begrüßte dazu den Inhaber Robert Hubert, der eine Studie zur anstehendenErneuerung der Heizungsanlagen im Rathaus und in der benachbarten gemeindlichen Mehrzweckhaus präsentierte.

Mehrere Möglichkeiten

Das Mehrzweckhaus beherbergt eine Bank, eine Arztpraxis sowie zwei Mietwohnungen. Die Nachtspeicherheizung aus den 80er-Jahren soll durch eine zeitgemäße Anlage ersetzt werden.

Dazu untersuchte Hubert diverse Optionen für eine energetische Sanierung.
Die Heizung im Rathaus steht nach ihren 26 Jahren ebenfalls zur Sanierung an, weshalb sich eine Kombination für beide Gebäude anbieten könnte. Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe allerdings scheitert in den bestehenden Gebäuden an den sehr hohen Investitionskosten.

Vergleichbar gute Werte lassen sich laut Hubert aber auch mit einem erweiterten Brennwertkessel im Rathaus erzielen. Eine mit relativ geringem Aufwand zu installierende Wärmeleitung zum nahen Mehrzweckhaus würde das zweite Gebäude auch versorgen und dem Umweltschutzgedanken Rechnung tragen.
Die Präsentation gab dem Gemeinderat eine erste Vorstellung der bestehenden Möglichkeiten. Die Sanierung soll im nächsten Haushalt eingeplant werden.

Bei einem Ortstermin, der bereits vor der Gemeinderatssitzung stattgefunden hatte, machte sich das Gremium nochmals ein konkretes Bild zur Vorsetzung des sogenannten OD-Steins an der Ortsgrenze der Staatsstraße von Wolfsberg Richtung Hammerbühl. Diese Ortsdurchfahrtsgrenze soll im Zuge der geplanten Dorferneuerung von Wolfsberg an die Bebauungsgrenze des Ortes neu angepasst werden.

"Günstige Chance"

Das dafür erforderliche Einverständnis der Regierung von Oberfranken liegt bereits vor. Unmittelbar vor dem Ortstermin hatte ein betroffener Anwohner Bürgermeister Grüner mit einem Dokument überrascht, indem er die Rechtmäßigkeit des Steines infrage stellt.

Der Rat vertagte daraufhin die Entscheidung und will zuerst eine rechtliche Prüfung des Landratsamtes Forchheim abwarten. Gibt das Amt grünes Licht, wird der Gemeinderat in der nächsten Sitzung über die endgültige Versetzung des OD-Steins entscheiden. Würde der Stein nicht versetzt, könnten auf die außerhalb wohnenden Anwohner keine Kosten für den geplanten Gehsteig umgelegt werden. Es geht am Ende damit um die finanzielle Gleichbehandlung aller Bürger.

Der Ausbau der Staatsstraße belastet die Ortsbewohner nicht, sodass sich die Dorferneuerung in überschaubaren Grenzen halten dürfte. Grüner betonte seinen Willen, einvernehmliche Lösungen mit seinen Bürgern zu finden. Gleichzeitig verwies er bei dieser Gelegenheit nochmals nachdrücklich auf die "einmalig günstige Chance", die der desolaten Durchgangsstraße in Wolfsberg zu sanieren.
Im Falle des Scheiterns wäre eine mögliche Sanierung laut Grüner wohl auf viele Jahre vertan.