Kirchehrenbach
Kunst

Nach Corona-Zwangspause: Kunstprojekt am Walberla startet neu

Ein Künstlerwettbewerb war in Kirchehrenbach gerade angelaufen, dann kam Corona. Das Projekt "Skulpturenweg am Walberla" kommt nun wieder in Fahrt. Ein Künstler stellt Werke kostenlos zur Verfügung.
Georg "Schorsch" Neutzner präsentiert seine drei Linoldruckmotive im  Gasthaus Sponsel. Foto: Thomas Weichert
Georg "Schorsch" Neutzner präsentiert seine drei Linoldruckmotive im Gasthaus Sponsel. Foto: Thomas Weichert
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Zwischen Kirchehrenbach und Schlaifhausen sollte entlang des Sonnenweges rund um das Walbera ein Skulpturenweg entstehen. Ein Künstlerwettbewerb dazu war im März vom Kunst- und Kulturverein Kirchehrenbach bereits angelaufen und im Oktober sollten dann die Kunstwerke stehen. Dann kam jedoch Corona und machte das Vorhaben zunichte - jedenfalls für dieses Jahr. Corona-bedingt müssen deshalb auch alle weiteren Veranstaltungen des Kunst- und Kulturvereins Kirchehrenbach dieses Jahr ausfallen. Dem Verein sind damit wichtige Einnahmen weggebrochen, um das Projekt "Skulpturenweg am Walberla" zu finanzieren. Nächstes Jahr soll nun ein neuer Anlauf gestartet werden, um den Skulpturenweg Realität werden zu lassen, sagt Vereinsvorsitzender Fritz Sponsel. In seinem Gasthaus Sponsel sind nun Linolschnitte des Kirchehrenbacher Künstlers Georg "Schorsch" Neutzner ausgestellt, die käuflich erworben werden können, um dieses Projekt finanziell zu unterstützen. "Wir bitten nun Gönner, Befürworter und Unterstützer um Mithilfe", sagt Sponsel, der dazu aufruft, die Linolschnitte zu kaufen. Da sich das Kunstprojekt nur durch Spenden, Zuschüsse, Fördergelder sowie durch Eigenmittel des Vereins finanziert, ist diese Unterstützung notwendig.

Früherer Hauptschullehrer

Der frühere Hauptschullehrer Georg Neutzner, der seit drei Jahren pensioniert ist, hatte mit seinen Schülern schon Linolschnitte hergestellt. So kam er auf dieses Hobby, das relativ einfach zu machen sei. "Es kommen dabei immer sehr gute Sachen raus", meint Neutzner, der deshalb auch auf die Idee kam, die junge Kunst am Walberla zu unterstützen. Am Rand des Sonnenweges sollen dann nächstes Jahr zehn Skulpturen von verschiedenen Künstlern vorerst erst einmal für die Dauer von zwei Jahren aufgestellt werden, die man auch kaufen kann. Wie Sponsel betont, soll der neue Skulpturenweg aber eine dauerhafte Einrichtung werden, die auch immer wieder mit neuen Skulpturen bestückt wird. Man erhofft sich damit auch eine Stärkung des Tourismus rund um das Walberla.

Förderer

Gefördert wird das Projekt "Skulpturenweg am Walberla" durch den Kulturfonds Bayern, die Oberfrankenstiftung, die Sparkassenstiftung und den Landkreis Forchheim. Künstler und Bildhauer, die Skulpturen herstellen, können sich ab sofort wieder bewerben. Eine Jury wird dann die ersten zehn Skulpturen für den Skulpturenweg auswählen. Europaweit sollen Künstler gewonnen werden, die vor Ort ihre Werke erstellen. Sie sollen bei Ideen und Material absolut freie Hand haben. Dies will Georg Neutzner mit seinen Linoldrucken, die er kostenlos zur Verfügung stellt, finanziell, unterstützen. Bei jedem Blatt handelt es sich um ein handgedrucktes Unikat im DIN-A4-Format, welches das Thema Corona humoristisch aufgreift. Insgesamt stehen drei Motive mit je 20 Exemplaren zur Auswahl: "Everybody need somebody", "Keep kuhl & carry on!" (in Anlehnung an das Propaganda-Poster "Keep calm and carry on" der britischen Regierung von 1939, um die Moral der Bevölkerung im Falle eines schweren Militärschlags zu stärken) sowie das Motiv "Abstand halten!". Die Linolschnitt-Originale sind für 30 Euro pro Stück im Gasthaus Sponsel erhältlich. "Der Reinerlös kommt ausschließlich dem Projekt zugute", erklärt Fritz Sponsel.