"Ich finde, man muss einfach seiner Berufung folgen", erklärt der 25-jährige Sven Andrew seine Leidenschaft zur Musik. Sein Traum: Er will in den nächsten Jahren so bekannt werden, dass er sich bald zu den ganz großen Musikstars zählen darf. Ein Idol ist für ihn zum Beispiel der verstorbene Sänger Chester Bennington der Band "Linkin Park".

Der gelernte Mediengestalter Bild und Ton ist bei der Produktion von Videos voll in seinem Element. "Für mich gibt es keinen anderen Platz", sagt der gebürtige Hallerndorfer.

Erfahrungen hat er sowohl als Live-Regisseur bei Touren wie der Band "Unheilig" oder "Limp Bizkit" gesammelt, aber auch durch Videoproduktionen für Siemens, Zeiss oder Adidas.

Steinbruch als Drehort

In seinem neuen Musikvideo "I`m not alright" (dt. Mir geht es nicht gut) lässt der 25-Jährige tief in seine Seele blicken. Auf Facebook wurde das Video schon über 31 000 Mal aufgerufen und auf Instagram über 35 000 Mal. Für sein viertes Lied mit selbstgedrehtem und geschnittenem Video hat er sich als Drehort einen Steinbruch im Landkreis Forchheim ausgesucht.

Während Tornados den Steinbruch, in dem der junge Mann steht, zerstören und Blitze in den Boden einschlagen, singt der 25-jährige Hallerndorfer über sein seelisches Ungleichgewicht. In den letzten Monaten habe er eine schwere Zeit gehabt und sei beruflich auch nicht mehr glücklich gewesen. Das Video spiegele seine Gefühlslage sehr gut wider, so Andrew. "Ich habe bei Siemens gearbeitet, aber das war einfach nicht das richtige für mich", sagt der Musiker und lacht.

Bald geht es nach Los Angeles

Deswegen habe er den Job gekündigt und wolle sich jetzt wieder voll und ganz auf die Musik konzentrieren. Er bezeichnete sich selbst als sehr energiegeladenen Menschen und brauche vor allem Freiraum für seine Kunst und Abwechslung. "Im Mai werde ich nach Los Angeles gehen, dort habe ich auch schon einige Kontakte."

Unterstützung bekam er bei seinem aktuellen Video durch seinen früheren Chef von Andicam GmbH, einer Filmproduktions- und Kameraverleih-Firma in Nürnberg. "Er hat mir sehr geholfen, weil ich von ihm das Kamera-Equipment für den Dreh bekommen habe", erzählt Andrew.

Unterstützung von Freunden

Mit einigen Freunden habe er das Video an vier Tagen in einem Steinbruch im Landkreis Forchheim gedreht. "Bekannte gaben mir den Hinweis, dass das eine recht tolle Location ist." Die Ideen für das Video und den Text kamen schließlich spontan.

Der Hallerndorfer wusste schon vorher welche Ausschnitte und Effekte er wollte. Das habe er schließlich in einem kleinen Drehbuch mit einer länge von 20 bis 30 Seiten festgehalten. "Bis das Video so fertig war, hat es ungefähr vier Monate gedauert. Drei davon verbrachte ich damit, Animationen wie die Tornados und Explosionen einzubetten."

Der 25-jährige Mediengestalter arbeitet mittlerweile auch schon an seinem nächsten Video. "Das soll dann mehr für ,zartere Gemüter' werden", erklärt er.

Ob sein Plan mit dem Karrieresprung in Los Angeles in die Musikindustrie klappt, wird sich noch zeigen.

Fest steht für Sven Andrew jedoch: "Ich kann damit nicht aufhören und werde mit meiner Musik weiter machen. Ich muss es einfach schaffen, dass ich ein bekannter Musiker werde."