Weil er seine pflegebedürftige Ehefrau erdrosselt haben soll, hätte sich ein 68-Jähriger aus dem Landkreis Forchheim am gestrigen Dienstag vor dem Landgericht Bamberg verantworten müssen.

Doch Auftaktverhandlung sowie alle angesetzten Folgetermine wurden kurzfristig abgesagt.

Der Angeklagte sei derzeit nicht verhandlungsfähig, teilte ein Sprecher des Landgerichts am Montagnachmittag mit. Ein neuer Verhandlungstermin steht aktuell noch aus.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg wirft dem angeklagten Rentner vor, im September 2019 seine am Esstisch sitzende Ehefrau von hinten mit einem Elektrokabel erdrosselt zu haben.

Er fügte sich Stichverletzungen zu

Laut Anklageschrift sei das Opfer seit einem Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt gewesen und hätte sich daher gegen den Angriff nicht wehren können.

Nach der Tat habe sich der Angeklagte selbst Stichverletzungen zugefügt, in der Absicht, sich das Leben zu nehmen. Der 68-Jährige überlebte nur durch eine Notoperation.

Tatmotiv: Überforderung

Die Staatsanwaltschaft Bamberg geht davon aus, dass der Angeklagte von der Pflegesituation sowie dem ständigen "Jammern und Schreien seiner Ehefrau überfordert war," heißt es in der Anklageschrift. red