Von den Forchheimer Oberbürgermeister-Kandidaten präsentierten sich die einen kämpferisch, die anderen siegessicher. Nur Klaus Backer ließ der Gaudiwurm kalt. Der Leiter des Ordnungsamtes fuhr kurz vor Beginn des Faschingszuges noch einmal die Strecke ab, um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung sei. Und ward nicht mehr gesehen.
SPD-Kandidat Uwe Kirschstein und seine Genoss(inn)en gaben den Titel des Zentralorgans der Sozialdemokraten von 1876, den "Vorwärts", als Richtungsvorgabe an. In einer Sonderausgabe der Parteizeitung wurde bereits der sensationelle Sieg des Forchheimer Oberbürgermeister-Kandidaten gefeiert. Andererseits gab es auch Häme. "Gallenstein besser als Kirschstein" stand da zu lesen, oder die Frage: "Kirschstein, mehr als nur Obstabfall?"

Kämpferisch zeigten sich dagegen Ulrich Schürr (CSU) und Manfrd Hümmer (FW). Dem Kersbacher Bewerber um den Posten des Oberbürgermeisters empfahlen die Narren: "Das hilft nur Glaube(r)", verbunden mit dem Hinweis: "Aller guten Dinge sind drei", denn für Hümmer ist es bereits der dritte Anlauf, das Forchheimer Rathaus zu erobern. Entsprechend kriegerisch präsentierte er sich begleitet von seiner Frau Leia, als "Star-Wars"-Figur Luke Skywalker, wenngleich seine Gestik mehr an huldvolles Winken erinnerte.
Ulrich Schürr und seine Gattin Kathrin waren in Robin- Hood-Kostüme geschlüpft, zielten aber nur mit Süßigkeiten auf das Wahlvolk. Über ihn reimte der Alpenverein: "An die Spitze ohne Stumpf." Seine Markenzeichen: "Unauffällig, unbemerkt skandalfrei."



Johua Flierl bekannte auf dem Wagen der CSU: "Ich liebe meinen Schatz und überlasse euch den Platz", kündigte aber an: "Beim nächsten Mal bin ich dabei."
Zum letzten Mal im Faschingszug dabei waren Oberbürgermeister Franz Stumpf und seine Frau Johanna in der Kutsche. MdB Michael Hofmann und Landrat Hermann Ulm (CSU) spielten Feuerwehr.