Das schöne Wetter bescherte der wohl bekanntesten und größten Lichterprozession Deutschlands mit religiösem Hintergrund im Felsenstädtchen Pottenstein in der Fränkischen Schweiz am Dreikönigsnachmittag einen rekordverdächtigen Besucheransturm.

 

 


Nach Schätzungen der zuständigen Polizeiinspektion Pegnitz kamen heuer mindestens 20.000 Besucher, um die in dieser Form einmaligen Bergfeuer zu bestaunen. Gezählt wurden alleine rund 30 große Reisebusse. Der Verkehr, besonders nach der Prozession, kam zeitweilig komplett zum Erliegen. Die Prozession selbst verlief ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Lediglich auf einem Parkplatz kam es zu einem kleinen Auffahrunfall mit Blechschaden.

 

 


Der feierliche Vespergottesdienst zum Ende der Ewigen Anbetung in der Pfarrkirche Sankt Bartholämäus konnte diesmal mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gefeiert werden, der anschließend auch den Leib Christi in Form des Brotes in der goldenen Monstranz unter dem Baldachin durch die Stadt trug. Schick bezeichnete die Lichterprozession als ein tiefes geistliches Erlebnis, das Wirkung für ein gutes Leben habe.

Erstmals fand nach einem Stadtratsbeschluss auf Antrag der Pottensteiner Geschäftsleute auch ein verkaufsoffener Feiertag statt, an dem die Läden von 11 bis 16 Uhr öffnen konnten. Auch darauf ging der Bamberger Oberhirte während seiner Ansprache in der Kirche, die mit Lautsprechern auch ins Freie übertragen wurde, kurz ein.

Wie Schick betonte, sei die Kirche kein Spielverderber, die den Anderen keine Einnahmen gönnen wolle. Allerdings zünde man die Bergfeuer wegen Jesus Christus an, der das Licht der Welt sei. Daher müsse man sich auch den Ursprung der Ewigen Anbetung vor Augen führen. Weitere Ehrengäste im Prozessionszug waren unter anderem die oberfränkische Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Bayreuths Landrat Hermann Hübner und die CSU-Bundes- und Landtagsabgeordneten Silke Launert sowie Gudrun Brendel-Fischer.