Kreis Forchheim: 23-Jähriger will Rathaus für die SPD verteidigen

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Richard Schmidt bei seiner Rede Foto: privat
Richard Schmidt bei seiner Rede Foto: privat
Auf dem Gruppenfoto (von links): Paul Wichtermann (Juso-Kreisvorsitzender), Reiner Büttner (Landratskandidat), Richard Schmidt (Bürgermeisterkandidat), Gerlinde Kraus (Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat), Laurenz Kuhmann (SPD-Kreisvorsitzender), Gerd Zimmer (Bürgermeister) Foto: privat
Auf dem Gruppenfoto (von links): Paul Wichtermann (Juso-Kreisvorsitzender), Reiner Büttner (Landratskandidat), Richard Schmidt (Bürgermeisterkandidat), Gerlinde Kraus (Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat), Laurenz Kuhmann (SPD-Kreisvorsitzender), Gerd Zimmer (Bürgermeister) Foto: privat
 

Die SPD Hausen strebt einen Generationenwechsel im Rathaus an: Richard Schmidt soll die Nachfolge von Gerd Zimmer antreten.

Richard Schmidt (23) wurde von der SPD Hausen einstimmig als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl 2020 nominiert. Auch der 16-köpfige Wahlvorschlag für die Gemeinderatswahl wurde einstimmig benannt. Im voll besetzten Gastraum des Gasthauses "Krone" stimmten die Hausener Genossen über die Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters und den Gemeinderat ab.

Die Liste

Die SPD-Liste: 1. Richard Schmidt, 2. Gerlinde Kraus, 3. Anita Dennerlein, 4. Nadine Zimmer, 5. Gertrud Tinkl, 6. Silvia Zimmer, 7. Matthias Herbst, 8. Tancrede Oswald, 9. Karin Herbst, 10. Robert Ackermann, 11. Hartmut Gundermann, 12. Roland Tischer, 13. Willfried Meindl, 14. Nicoleta Schmidt, 15. Benno Kupfer, 16. Karin Hedtfeld.

Richard Schmidt wies darauf hin, dass der Hausener Gemeinderat in der Öffentlichkeit oft als sehr zerstritten und destruktiv wahrgenommen werde und man deshalb viele engagierte Menschen nicht für eine Kandidatur für dieses Gremium gewinnen konnte. Dennoch habe man es geschafft, einen Wahlvorschlag zu erarbeiten, der die verschiedenen Lebenssituationen in der Gemeinde mit allen Sorgen und Nöten, die dazu gehörten, abbilde.

Um die Arbeit des Gemeinderates in Zukunft konstruktiver zu gestalten, fuhr er fort, wolle die SPD "eine neue Debattenkultur prägen. Wir sind bereit dazu, Vergangenes hinter uns zu lassen. Lasst uns hart in der Sache um den richtigen Kurs für unsere Gemeinde ringen, aber allen Diskussionspartnern auf Augenhöhe begegnen auf Grundlage des Respekts vor dem ehrenamtlichen Engagement jedes einzelnen Gemeinderatsmitglieds!"

Amtsträger der SPD meldeten sich zu Wort

Gerd Zimmer führte in seinem Grußwort die vielen Projekte, die in seiner Amtszeit begonnen wurden, auf. Er bedauere, dass er aufgrund seiner gesundheitlichen Situation nicht die Möglichkeit habe, diejenigen Projekte, die noch nicht abgeschlossen sind, selbst zu einem gelungenen Ende zu führen.

Reiner Büttner, Landratskandidat der SPD, moderierte die Veranstaltung und nutzte die Möglichkeit, sich bei Gerd Zimmer für dessen "herausragendes Engagement" für die Gemeinde Hausen zu bedanken und sprach ihm seinen höchsten Respekt für das von ihm Geleistete aus. Zudem lobte er die Leistungen von Richard Schmidt, gerade in einem solch jungen Alter.

Im Namen der Jusos Forchheim appellierte der Kreisvorsitzende Paul Wichtermann an sozialdemokratische Grundwerte und hob lobend hervor, dass die SPD Hausen jungen Menschen die Möglichkeit gebe, Politik auch in der ersten Reihe mitzugestalten. Er sicherte den Hausener Genossen die Unterstützung der Forchheimer Jusos zu, um einen "jungen, modernen und engagierten Wahlkampf zu führen". Bettina Drummer, stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD, sagte, dass sich ein "tolles Team" zusammengefunden habe, das dem jungen Kandidaten mit Rat und Tat zur Seite stünde.

Wahl des Bürgermeisterkandidaten

Nachdem Gerd Zimmer Richard Schmidt offiziell als Bürgermeisterkandidaten vorgeschlagen hatte, dankte Schmidt ihm noch einmal ausführlich: "Dass ich heute hier stehe, als Vorsitzender der SPD Hausen, und mich um die Kandidatur für das Bürgermeisteramt bewerbe - gerade einmal im dritten Jahr nach meinem Eintritt, das habe ich zu großen Teilen dir und deiner Unterstützung zu verdanken", erklärte Schmidt.

In seiner Rede wies Schmidt darauf hin, er vertrete ganz klar den Anspruch, das Hausener Rathaus für die Sozialdemokraten zu verteidigen: "Das Hausener Rathaus ist rot und ich werde alles dafür geben, dass das auch so bleibt."

Als zentrale Aufgaben sehe er es an, Hausens Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zügig und effektiv auszubauen. Es müssten Einsparpotenziale, die durch den Energienutzungsplan identifiziert werden, in allen Bereichen erschlossen werden.

Im Weiteren ging er auf die Verkehrswende ein, für die er den öffentlichen Verkehr in der Gemeinde stärken möchte - unter anderem durch Bushaltestellen, die für jeden in zumutbarer Distanz zu erreichen seien. Damit wolle er Hausens Beitrag ausbauen, um den Individualverkehr durch einen öffentlichen Verkehr abzulösen, der schneller, komfortabler und dabei günstiger sei .

Genauso wichtig sei es ihm, solidarische Wohnmodelle zu fördern. Er begrüße die Initiative der Kreis-SPD, eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft ins Leben zu rufen, da er gerade in Hausen einen großen Bedarf an bezahlbarem, mietbarem Wohnraum sehe. "Wir, die Gemeinde Hausen, können an dieser Stelle Hand in Hand mit einer solchen Wohnbaugesellschaft in öffentlicher Hand im Landkreis Forchheim eine Vorreiterstellung einnehmen", verkündete Schmidt.