Saftiges Grün, leuchtendes Gelb und Rottöne - die Farbenpracht des Frühlings wird von der Gemüsevielfalt am Stand auf dem Gräfenberger Marktplatz widergespiegelt. Farbenfroh werden die Kunden auf einer Stehtafel willkommen geheißen, die zahlreiche Besucher zum Obst- und Gemüsestand der Familie aus Fürth-Ronhof lockt.
Christine Schindler, ihre Tochter, Tante und Schwiegermutter reichen den Kunden Salate, Kartoffeln und Gemüse, einen Bund Schnittlauch als Willkommensgruß gibt es gratis dazu. Bald gibt es auch Spargel.

"Sieben Hektar Bleichspargel und ein Hektar grünen Spargel", nennt Christine Schindler die Größe ihres Spargelanbaus.

Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla reiht sich mit einem Korb am Gemüsestand ein. Er freut sich besonders, dass es Stadträtin Elisabeth Meinhardt gelungen ist, wieder einen Obst- und Gemüsestand nach Gräfenberg zu holen.

Rudi Zehner aus Weingarts versorgte die Gräfenberger Samstag für Samstag mit frischem Obst und Gemüse. Von Palmsonntag an bis es im Spätherbst richtig kalt wurde, verkaufte er aus seinem Anbau Gemüse und Salat. "Wir wünschen ihm alles Gute", betont Meinhardt.

Nicht nur sie vermisste in den wenigen Wochen seit Palmsonntag einen Gemüsestand, weshalb sie kurzentschlossen auf die Suche nach einem Händler mit Eigenanbau ging. Über eine Freundin kam sie auf die Familie Schindler. Nicht nur, dass es in den Jahren vorher einen eingeführten Stand in Gräfenberg gab war ausschlaggebend für die Zusage der Fürther Familie Schindler, auch die Erfahrungen des Schwiegervaters mit einem Stand in Velden.

Wieder einen richtigen Bauernmarkt in Gräfenberg zu etablieren, schwebt auch Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla schon lange vor. "Brot, Forellen, Eier, eine Vielfalt an Angeboten wäre schön", meint Nekolla nostalgisch, wenngleich es das frühere Bild von den Tischen mit rot-weißen Decken und einem Sonnenschirm so nicht mehr gibt. Aus Gründen der Lebensmittelsicherheit liefern die Händler ihre Ware in hochtechnisierten Kühlwagen zum Marktplatz. "Wir legen sehr viel Wert auf Qualität und Frische", betont Schindler und füllt einen Spankorb mit Gemüse.

Die Decken, auf denen die Gemüsekörbe aufgereiht werden, gibt es aber, und damit ein bisschen Nostalgie, die vielleicht zu einem richtigen Bauernmarkt mit Forellen und der anderen Produktvielfalt werden könnte. Erste Kontakte hat Elisabeth Meinhardt bereits geknüpft. Allerdings würde dieser richtige Bauernmarkt nur alle vier Wochen stattfinden.