Der Fasching nähert sich langsam seinen Höhepunkt und entsprechend heftig heizte der Narrenkübel Schwarz-Weiß in Gößweinstein in seiner Prunksitzung den Narren ein.
In einer Showveranstaltung über fast fünf Stunden glänzten die Akteure mit Witz und Charme. Trotz schweren Schneefalls ließen sich die Besucher nicht abhalten zu kommen. Belohn wurden sie von einem ausgesprohen unterhaltsamen Abend. Präsident Franz Macht war es vorbehalten, gleich im ersten Akt seine Macht zu zeigen und den Guten im Kampf gegen die Bösen beizustehen. Er wandelte die dunkle in die helle Macht - der Fasching konnte beginnen. "There ist no way to happiness, happiness ist the way" (Freude ist der Weg), lautet denn auch das Motto des heurigen Faschings.


Lokale Politik im Visier

Nach dem Einzug des Prinzenpaars, Julia I. von der Baptistburg und Prinz Andi I.
von der Bernerlas Burg, übernahmen Macht und Stefan Dresel die Moderation des Abends. Vor allem Dresel führte mit Einfallsreichtum und Professionalität durch den zwar langen, aber immer kurzweiligen Abend.

Traditionsgemäß nehmen die Narren die lokale Politik mit ins Visier. So auch im Sketch über Hanni den Bürgermeister. Auf der Himmelsleiter in den siebten Himmel für Kommunalverwaltungen muss er sich die Ideen von anderen zu eigen machen und die eigenen vergessen. Das sei ihm aus der Praxis nicht ganz ungewohnt.
In einem anderen Sketch beweist sich Hanni, der Bürgermeister als Multitalent und Alleskönner, der am liebsten alles selbst macht. Dabei schlüpft er gleichzeitig in verschiedene Rollen. Das geht freilich dann nur bis zu einem gewissen Grad gut und stürzt den Bürgermeister in manche Misslichkeit. Stefan Dresel glückt hier hier eine tolle schauspielerische Leistung.

Auch die Ehrungen verdienter Persönlichkeiten standen auf dem Programm. So überreichte Jürgen Kränzlein im Beisein des Prinzenpaars und des Senatspräsidenten Hanngörg Zimmermann den Schmalzkübel an Lisa Bogner von der FFW Gößweinstein - stellvertretend für alle neun Wehren der Marktgemeinde.
Kränzlein hob die besonderen Verdienste der Feuerwehr hervor. Immerhin tun in der der Gemeind knapp 350 Aktive Dienst tun. Das entspricht einem Anteil von rund rund zehn Prozent.

Sketche wie "Hörtnix" mit Annette und Nadja oder die Abschlussprüfung mit Bernie und Holli beantwortete das Publikum mit Lachsalven. Ähnlich gelungen waren "Michaela und Marcela", der Einsatz von Bernie B und B. oder "Die zwaa alles Könner".


Viel Abwechslung

Aufwändig und interessant interpretiert wurde in einer Playbackshow "Die Eiskönigin". Nadja stieg als Putzfrau in die Bütt. Tanzgruppen wie die Prinzengarde, die Wackelzähne, die Wichtelgarde, Juniorengarde, das Männerballet oder das Weiberballett brachten Stimmung und Schwung in den Saal. Das Tanzmariechen Annette durfte dabei nicht fehlen.