Die Wallfahrtstafel in Heroldsbach war in einem schlechten Zustand. Dank einer Spendensammelaktion konnte sie restauriert werden.
Der schlechte Zustand der Heroldsbacher Wallfahrtstafel zeigte sich nachträglich als ein wahrer Glücksfall, konnte doch das bisher vermutete Alter nach der Restauration um gut 150 Jahre nach oben korrigiert werden. Festgestellt wurde dies von der Restauratorin Luise Wagner aus Hausen, nachdem sie die oberen Farbschichten, die das Bildnis überlagerten, abgetragen hatte.
Vorausgegangen war die Aktivität des unermüdlichen Wallfahrtsleiters Bertram Schleicher, der keine Gelegenheit ausließ, um nach Einholung eines Kostenvorschlages Spenden für die notwendige Erneuerung der Tafel zu sammeln. Die "Dorfserenade", der er als Ehrengast beiwohnte, bot gleich die erste Gelegenheit dazu. Nachdem er sein Anliegen vorgebracht hatte, griffen die Besucher tief in die Taschen spendeten die stolze Summe von 1350 Euro.
Auch der Bürgermeister Edgar Büttner (SPD) kam nicht ungeschoren davon, ließ es sich jedoch nicht nehmen, eine Zusage für eine Kostenbeteiligung der Gemeinde in Höhe von 400 Euro auszusprechen. Diese Summe wurde von ihm später noch um 100 Euro angehoben. Somit konnte der Auftrag zur Restaurierung vergeben werden.
Nach erfolgreicher Beendigung der Arbeiten konnte die Entstehung der Wallfahrtstafel von der Restauratorin Luise Wagner tatsächlich auf die Zeit um 1750 festgelegt werden.
Bei der nun stattgefundenen Wallfahrt nach Gößweinstein konnte der Tafelträger Johannes Eisen zusammen mit zwei Ministranten als Fahnenträger die in neuem Glanz strahlende Wallfahrtstafel stolz den 137 Teilnehmern (auf dem Rückweg waren es immerhin noch 88) präsentieren. Vom Wallfahrtsleiter Bertram Schleicher umsorgt, erreichten die von der Hitze gebeutelten Heroldsbacher, unter denen sich auch auffallend viele junge Teilnehmer befanden, wohlbehalten die heimatlichen Gefilde.
Im Verlauf des dann abgehaltenen Dankgottesdienstes wurden Edeltraud Meßbacher und Carola Scheuerer für 25 Jahre Wallfahrtsteilnahme geehrt. Sie erhielten dafür als Dank eine Urkunde und ein T-Shirt.
Anschließend wurde ein symbolischer Scheck vom Dritten Bürgermeister Jürgen Schleicher (JB) für die Gemeinde
Heroldsbach übergeben. Einen symbolischen Scheck der Chöre und von der Dorfplatzserenade mit der gespendeten Geldsumme wurde vom Vorsitzenden Erwin Warter direkt überreicht.
Alle Anwesenden hatten dann in Ruhe die Gelegenheit, die wunderschön und fachgerecht restaurierte Wallfahrtstafel ausgiebig zu bestaunen, wobei nicht verschwiegen werden soll, dass die Künstlerin den Wallfahrern nochmals mit einem Preisnachlass entgegenkam.
Pfarrer Weigand bedachte Bertram Schleicher für seinen unermüdlichen Einsatz mit Dankesworten und einer herzlichen Umarmung.
Der nächste Wallfahrtstermin wurde mit dem 29. Juni 2019 mitgeteilt.