Für die Grund- und Mittelschule in Hallerndorf hat Rektor Rudolf Distler als Ersatz für das alte Klettergerät ein neues Kletterseilspielgerät angeschafft. Nachdem die Regierung von den Kosten in Höhe von etwa 9000 Euro ein Drittel übernimmt, ein weiteres Drittel von der Schule selbst über Spenden finanziert wurde, soll die Gemeinde das noch fehlende Drittel von 3000 Euro übernehmen.

Allerdings sind dafür keine Mittel im laufenden Haushalt vorgesehen, erklärte Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG). Gemeinderat Matthias Erlwein (JAB) kritisierte, dass der Rektor erst das Klettergerät angeschafft und danach die Gemeindevertreter um ihre Zustimmung gebeten habe.


Marodes Spielgerät

Er monierte, dass er sich wohl ein Abschiedsgeschenk machen wolle.
Claudia Kraus (WG Trailsdorf) widersprach und wies darauf hin, dass es schließlich im Interesse der Kinder sei, wenn ein marodes Spielgerät ersetzt werde.
Damit die Arbeiten an der Sanierung des ehemaligen Gemeindehauses in Pautzfeld fortgeführt werden können, vergaben die Gemeindevertreter drei Gewerke an die Firmen, die sich um diese Aufträge beworben hatten: Für die Innendämmungs-, Verputz und Malerarbeiten unterbreitete die Firma Frenzel aus Altendorf das günstigste Angebot. Sie bekam den Zuschlag für 94 785 Euro.
Die Naturstein- und Natursteinrestaurierungsarbeiten übernimmt die Firma Rauch aus München für 40 889 Euro und für die Dachdeckerarbeiten bekam die Firma Kaul aus Weingarts für das Angebot über 25 802 Euro den Zuschlag.

Architekt Jürgen Schönfelder hatte die eingegangenen Angebote der Firmen sachlich und rechnerisch überprüft und den Gemeinderäten das jeweils günstigste vorgeschlagen. Als Innenputz ist ein Kalkputz vorgesehen. Auch Kalkfarbe kommt zur Anwendung. Ob die Kalkfarbe nicht wie Kreide färben würde, wollte Gemeinderat Robert Linz (WG Trailsdorf) wissen. "Wenn alles richtig gemacht wird, kreidet die Farbe nicht", erklärte Schönfelder. Das habe ihm die Firma versichert. Werner Fischer (WG Hallerndorf) wies darauf hin, dass die Firma diese Farbeigenschaft schriftlich im Vertrag zusagen sollte. Alle drei Auftragsvergaben erteilten die Gemeinderäte einstimmig.
Zu den beiden Bauanträgen, die in dieser Sitzung des Gemeinderates behandelt wurden, gab es lediglich eine Gegenstimme.


Intensive Diskussion

Diplomingenieur Leonhard Zöbelein vom Ingenieurbüro Zöbelein stellte den Gemeinderatsmitgliedern die einzelnen Ortspläne mit den jeweils neuen Flächennutzungsplänen vor. Die Gemeinderäte diskutierten die einzelnen Pläne ausgiebig, so dass dieser Tagesordnungspunkt nicht abgeschlossen wurde.

Auch in der kommenden Sitzung wird über den neuen Flächennutzungsplan der Gemeinde Hallerndorf diskutiert werden. Anschließend wird der Vorentwurf erstellt, dieser schließlich von den Gemeinderatsmitgliedern beschlossen und für alle Bürger öffentlich ausgelegt.
So hat jeder die Möglichkeit, an der Diskussion über den Flächennutzungsplan teilzunehmen. Mit dem Flächennutzungsplan soll die konzeptionelle Entwicklung der Hallerndorfer Ortsteile geplant werden.