Die 5. Skate Night in Leutenbach entwickelte sich zu einem farbenfrohen sportlichen und gesellschaftlichen Ereignis. Die Feuerwehr scheute keine Mühen, um einen unfallfreien Ablauf zu garantieren. Die Wehren der Gemeinde Leutenbach und aus Kirchehrenbach sicherten zum Start die Außenstraßen ab. Damit gehörte der Ort mit einem großen Rundparcours wieder für mehr als zwei Stunden den Skatern. Der Ort war solange autofrei.

Das unberechenbare Wetter schickte beim Aufwärmen der Läufer und Fahrer zunächst nochmals tiefe, drohende dunkle Wolken und ein paar Regentropfen, sodass sich die Blicke der Veranstalter sorgenvoll gen Himmel richteten. Ein Zelt auf der Festwiese in der Raiffeisenstraße bot zunächst Zuflucht, dann aber mit den umliegenden Versorgern Platz für einen langen, gemütlichen Abend. Wehr-Vorsitzender Erich Kohler begrüßte die Gäste.

Als er das Feuerwehrhorn zum Start für den Rundkurs erklingen ließ, herrschten fast ideale Bedingungen. Die geringe Nässe der Straße bedeutete kein größeres Risiko, und so war die Bahn frei für die unermüdlichen Skater. Sie kamen aus den umliegenden Orten, aber auch von weit her. So stürzte sich Lisa, neun Jahre alt und gerade zum Urlaub aus Gera angereist, sofort begeistert in das Rennen. Ähnlich machte es der achtjährige Rouven aus Limburg, der seine Ferien in Seidmar verbringt und 18 Runden drehte. Für Marion Keilholz aus Kirchehrenbach mit ihrem einjährigen Töchterchen Selina im Wagen ist es nicht der erste flotte Rundlauf, den sie hier in Leutenbach bewältigt. "Das Wetter hat gehalten, es hat wieder sehr viel Spaß gemacht", sagte sie nachher in geselliger Runde.

Klar, dass sie nächstes Jahr wieder dabei sein will. Dabei hatte alles etwas zögerlich begonnen, als der Regenbogen noch über dem Gebirge stand. Doch dann füllten sich die Straßen. Bestens gelaunt liefen schließlich auch die Inlineskater Bürgermeister Florian Kraft und Wehr-Vorsitzender Erich Kohler gemeinsam den Parcours. Ein Bild mit Symbol-Wirkung: Vor kurzem waren sie noch bei der Kommunalwahl harte, aber faire Konkurrenten. Jetzt rücken sie für gemeinsame Aufgabe wieder zusammen.

Kulinarische Genüsse, ein gemütliches Feuer und ein schützendes Zelt luden nachher zu einem langen, geselligen Abend ein. Den Erlös spendet die Wehr der Kinderkrebsstation am Klinikum in Erlangen und der Elterninitiative für krebskranke Kinder zu gleichen Teilen.