Die Freien Wähler aus Forchheim und Bayreuth schicken den 47-jährigen Unternehmer Thomas Mainusch aus Bärnfels in der Gemeinde Obertrubach für den Wahlkreis 237 Bayreuth/Forchheim als Direktkandidaten in den Bundestagswahlkampf. Mit einer Enthaltung wählten die 20 Delegierten den zweifachen Familienvater zu ihrem Bundestagskandidaten für die Wahl am 24. September.

Auf kommunalpolitischer Ebene ist Mainusch bisher kaum in Erscheinung getreten. Der gebürtige Forchheimer war früher SPD-Mitglied und ist derzeit Vorstandsmitglied des Vereins der Freien Wähler in Forchheim. Mainusch hat sich aus Überzeugung den Freien Wählern angeschlossen. Während seiner Rede betonte er, dass er sich schwerpunktmäßig den Themen des Mittelstandes, Handwerks, der Industrie und Landwirtschaft annehmen möchte. Diese trügen nach seiner Ansicht wesentlich zum Wohlstand der Gesellschaft bei und müssten deshalb mehr Unterstützung erfahren.


Mainusch hat viele Ziele und Visionen

Mainusch, der selbst einen Handel mit LED-Produkten betreibt und nach seiner jahrelangen Tätigkeit für Siemens in Asien chinesische Unternehmen berät, sagte in seiner Rede: "Der Mittelstand, sei es Handwerk, Industrie oder Landwirtschaft, trägt wesentlich zum Wohlstand unserer Gesellschaft bei. Um diese tragende Säule zu stärken, müssen sowohl die Bildungs- und Familienpolitik als auch die Energiebewirtschaftung, Infrastruktur- und Steuerpolitik besser darauf abgestimmt werden."

Mit diesen Aussagen traf der Bewerber um ein Bundestagsmandat, der sich selbst als ungeduldig bezeichnet, gleichzeitig aber auch seine Stärken wie Entschlossenheit, Optimismus und Erfahrung betont, den Nerv der anwesenden Vertreter der Freien Wähler aus der Stadt Bayreuth sowie den Landkreisen Bayreuth und Forchheim.

FW-Bezirksvorsitzender Manfred Hümmer aus Forchheim zeichnete zuvor in seiner Begrüßungsrede das Bild einer mittlerweile irrlichternden Gesellschaft, die im Hinblick auf die großen Fragen unserer Zeit vergeblich auf nachvollziehbare politische Antworten warte. Weder den Vertreter der Großen Koalition noch den Grünen oder der FDP sei es gelungen, Vertrauen zum Bürger aufzubauen. So erkläre sich, dass eine Partei wie die AfD, die Zwietracht und Unfrieden fördere, die Demokratie schwäche, mit Autokraten wie Putin liebäugele und die europäische Gemeinschaft destabilisiere, Zulauf erhalte. Laut Hümmer setzten die Freien Wähler bewusst auf Bürgernähe um gegen das abgehobene politische Establishment einen Kontrapunkt zu setzen.


Vertrauen in die Politik zurückgeben

Landtagsvizepräsident Peter Meyer aus der Gemeinde Hummeltal, ergänzte, es sei nötiger denn je, dass die Freien Wähler als verlässliche, vertrauenswürdige und mit jahrzehntelanger politischer Erfahrung ausgestattete Partei der bürgerlichen Mitte sich einmischte, um den Menschen das zurückzugeben, was sie suchten. Nämlich Vertrauen in die Politik und vernünftige Antworten auf ihre Fragen.

Mainusch selbst weiß, dass es schwer sein wird, dass die Freien Wähler über die Fünf-Prozent-Hürde kommen und noch schwerer das Direktmandat zu erringen. "Es muss was passieren, denn so kann es nicht mehr weitergehen", so Mainusch für den nun der Wahlkampf beginnt. "Ich will mich in jeder Gemeinde des Wahlkreises sehen lassen", verspricht Mainusch.