Die Lösung ist gefunden: Der digitale Adventskalender wird an die Pfalz projiziert, ohne dass eine Leinwand benötigt wird. Der Forchheimer Touristmanager Nico Cieslar stellte dem Haupt- und Kulturausschuss eine "sehr innovative Lösung" (Manfred Hümmer, FW) vor.

"Auch für die nächsten Jahre, so lange der Rathausumbau dauert", erklärte Cieslar angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und damit zu erwartender Einschränkungen für Weihnachtsmärkte. Wie die Stadt damit umgehen kann, soll Ende September entschieden werden. "Wir bleiben optimistisch, dass was machbar ist", ergänzte Bürgermeisterin Annette Prechtel (FGL). Das Ordnungsamt sei bereits dabei, ein Hygienekonzept zu entwickeln.

Veto vom Denkmalschutz

Für die Mauern der Kaiserpfalz hatte der Stadtrat schon plädiert, als noch eine große Leinwand mit vielen Befestigungshaken im Gespräch war. Unter der Einschränkung hatte man zugestimmt, dass der Denkmalschutz keine Einwände habe. Doch der hatte genau diese.

Ein Großteil der Wandfläche wird jetzt in einen lebendigen Adventskalender umgewandelt. Die Türchen des Kalenders werden per Videomapping projiziert.

Die Form wird der Architektur angepasst, so dass vorhanden Fenster entweder überblendet oder besonders hervorgehoben werden. Zu dem bewegten Lichtkunstwerk kommt noch eine Soundinstallation.

Die Bühne soll im Graben aufgebaut werden, aber von der Sattlertorstraße gut sichtbar sein.

Markus Schmidt (CSU) erinnerte an die Idee, einen kleinen Weihnachtsmarkt im Kellerwald abzuhalten. Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU), so Cieslar, sei derzeit mit den Wirten im Gespräch, ob die sich einbringen möchten.