Ein Jahr nach der Wahl bei der Industrie- und Handelskammer zieht das Präsidium Bilanz. Rund 47.000 Mitgliedsunternehmen der IHK waren damals aufgerufen, ihre ehrenamtlichen Wirtschaftsvertreter in die regionalen IHK-Gremien zu wählen. "Ein aufregendes und intensives Jahr liegt hinter uns", resümiert der oberfränkische IHK-Präsident Heribert Trunk. Er besuchte zusammen mit dem Vizepräsidenten Michael Waasner aus Forchheim die Redaktion des Fränkischen Tages in Forchheim Schwerpunktthemen seien die Energiewende und Fachkräftesicherung gewesen. Nach wie vor stehe die Region vor großen Herausforderungen.

"Der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit sind attraktive Arbeitsplätze", sagt Trunk.
Denn: "Nur attraktive Arbeitsplätze halten Menschen in der Region, sorgen für Wohlstand und wirken sich positiv auf die Anziehungskraft des gesamten Standorts aus." Die IHK für Oberfranken Bayreuth setze sich deshalb für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Standort Oberfranken ein.

Zudem engagiere sich die IHK gemeinsam mit den Arbeitskreisen Schule/Wirtschaft, um die oberfränkischen Jugendlichen in ihrer Berufsorientierungsphase zu unterstützen. "Es ist wichtig, ausreichend Zeit in die Berufswahl zu investieren und über Praktika oder Interessenstests einen geeigneten Ausbildungsberuf zu finden", meint Trunk.



Einen weiteren Schwerpunkt sieht die IHK in der Förderung von Infrastrukturprojekten. Auch der flächendeckende Ausbau von Breitband-Hochgeschwindigkeitsnetzen sei ein wichtiges Ziel. Aus Sicht der IHK ist die Entwicklung eines neuen Oberfranken-Bewusstseins ein weiteres Ziel. Trunk fordert: "Oberfranken muss sich seiner Stärken bewusst werden." Die einzelnen Teilregionen müssten in ihrer Vielfalt gestärkt werden, um als selbstbewusste Gesamtregion strahlen zu können. "Oberfranken ist eine Zukunftsregion", ist der Slogan.

Auf die Stärken des Standorts Forchheim weist IHK-Vizepräsident und Vorsitzender im IHK-Gremium Forchheim, Michael Waasner, hin. Mit der Entscheidung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, ein "Medical Valley Center Forchheim" zu fördern, sei ein wichtiges Signal zur zukunftsfähigen Entwicklung der Region gesetzt worden. Ganz oben auf der Aufgabenliste steht eine Steigerung der Standortattraktivität insbesondere in den Aspekten der Verkehrsanbindung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Kita-Plätze).

Auch der intensive Gedankenaustausch zwischen Politik und Wirtschaft solle fortgeführt werden. Zudem solle laut Trunk und Waasner die Marke "IHK für Oberfranken" gestärkt werden.