Die Grundstücke im Gräfenberger Baugebiet "West III" werden schon fleißig verkauft. Doch wie sollen die Gärten dort künftig eingefriedet werden? Einen Trend in der Zaunform erkennt Werner Wolf (FW). Den Jägerzaun will man auf keinen Fall dort haben, Gabionen gefallen nicht jedem Stadtrat und nun möchte ein Bauwerber einen der derzeit modernen Doppelstabmattenzaun um seinen künftigen Garten ziehen. Eckhard Bökenbrink, der Stadtplaner aus Kalchreuth, sieht eine "Bandbreite an Hässlichkeiten an Gartenzäunen", könnte aber mit einem Doppelstabmattenzaun leben. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans dort wollte man eigentlich vermeiden, immer Ausnahmen genehmigen zu müssen, sagte Matthias Striebich (Grüne).

Andererseits habe man dort ein richtiges Sammelsurium, wenn man alles frei gebe. Um einen Wildwuchs zu vermeiden, findet Striebich eine Regelung wichtig. Der Doppelstabmattenzaun ist derzeit modern und passt zu den Toskanahäusern, findet Elisabeth Meinhardt (SPD). Auch der neue Stadtrat Martin Kempe (FW) erinnerte daran, dass im Nachbarbaugebiet schon etliche diese Zäune montiert sind.

"Da die Einfriedungen die erste Visitenkarte eines Baugebiets sind, sollte man nicht alles freigeben", fand Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla. Um die Diskussion zu beenden, fügte Werner Wolf (FW) scherzhaft an, dass ein Gartenzaun auf dem Bauantrag ohnehin nicht angegeben sei und hinterher nicht mehr genehmigt werden müsse.


Senkrechte Zäune

Die Stadt hätte dann noch Möglichkeiten, einzugreifen, falls jemand doch einen nicht erlaubten Zaun ums Grundstück zieht. Um aber die ungeliebten Jägerzäune fernzuhalten, entschied das Gremium, senkrechte transparente Holz- und Metallzäune zu erlauben.

Ein weiteres Problem gab es mit der Anzahl der erlaubten Geschosse der künftigen Häuser. Drei Vollgeschosse und ein Dach waren erlaubt, was bei Werner Wolf (FW) einige Verwunderung auslöste. Ähnlich dem VG- Gebäude würde das Haus dann aussehen. "Wollen wir wirklich solche Häuser dort haben?", fragte Wolf.

Zu hoch für das Baugebiet dort, fanden die meisten Räte. Alfred Lanzendörfer (SPD) fügte an, dass ein ausbaufähiges Dach durchaus zu einem vollwertigen Geschoss würde. "Wenn es so ausgebaut ist, dass es ein Vollgeschoss ist, dürfen darunter nur zwei Vollgeschosse sein", sage Bökenbrink. In der nächsten Sitzung werden sich die Räte das Ergebnis ansehen, um dann Beschluss zu fassen.

Das alte Feuerwehrhaus in Walkersbrunn soll auf Vordermann gebracht werden. Stadtrat Matthias Ebenhack (CSU) stellte dazu einen Antrag und holte auch schon ein Angebot für Materialien ein. Das tat die Stadt Gräfenberg auch.
Für das günstigste Angebot entschied sich die Stadt und kauft nun Materialien im Wert von 693,88 Euro bei der Firma Hans-Dieter Munz in Gräfenberg.