Rege Betriebsamkeit hat am Wochenende das Bild am Segelflugplatz von Dobenreuth bestimmt. Um die 20 Helfer des LSC Forchheim machten sich daran, sich für die Flugsaison dieses Jahr zu rüsten. Die flugbegeisterten Arbeiter sammelten Laub zusammen, kontrollierten die Grasnarbe und beseitigten, so gut es eben ging, die Maulwurfhügel.
Manuel Miunske, der aus Baden-Württemberg kommt, aber in Erlangen studiert, hilft mit Eifer mit. Nach und nach werden die Segelflugzeuge aus der Halle gezogen und wieder flugbereit gemacht. "Fliegen ist eine Sucht. Ich habe alle Voraussetzungen für den Flugschein, den ich dieses Jahr machen möchte. Daneben praktiziere ich das Gleitschirmfliegen und Drachenfliegen", berichtet Miunske. Johann Drummer aus Gosberg hat den begehrten Schein schon. Der heute 21-Jährige hat bereits mit 14 Jahren mit dem Fliegen angefangen.
Jetzt legt er gerade beim Zusammenbau eines Seglers Hand an.
So wie Lukas Andexinger, der ebenfalls aus Gosberg kommt. "Für mich war es die geilste Entscheidung meines Lebens, in den LSC einzutreten. Ein Flug in den Urlaub hat mich dazu gebracht", erzählt der 16-Jährige.

Auf den Rasen kommt es an

Auch dabei: Norbert Peter studiert Maschinenbau und hat sich in Elsenberg niedergelassen. Die Gegend fasziniere ihn. Es ist eine bunte Truppe mit jungen und auch erfahrenen Sportlern, die da am Wochenende den Dobenreuther Fluplatz auf Vordermann brachte. Es wird ja langsam auch allerhöchste Zeit, dass die Flieger abheben können. "Die Flugsaison beginnt heuer zwei bis drei Wochen später als in den vergangenen beiden Jahren", sagt Vorsitzender Andre Barthelme. Im Gegensatz zum Flugplatz auf Burg Feuerstein oder auch dem in Hetzles gibt es in Dobenreuth keine geteerte Start- und Landebahn.
Deshalb spielt der Zustand, in dem sich die Grasnarbe befindet, eine sehr wichtige Rolle. Aber auch ohne Teer sind sich die Dobenreuther der Schönheit ihres Flugplatzes bewusst.

Probleme mit dem Nachbar

Barthelme zitiert in diesem Zusammenhang gerne Werner Teichmann, Präsident des Luftsportverbands Bayern: "Der Flugplatz Dobenreuth ist das Schmuckstück der bayerischen Segelflugvereine", habe Teichmann einmal gesagt.
Barthelme hängt an diesem Flugplatz. Beim Blick auf das in unmittelbarer Nähe parallel verlaufende, 14 Hektar große Gelände einer Solaranlage schweigt er. Nein, dazu wolle er nichts sagen. Die Anlage hat den Fliegern in der Vergangenheit einige Sorgen bereitet. Mittlerweile gibt es den erforderlichen Notlandestreifen.
Die Begrünung des Zauns der Solaranlage, wie sie in den Gemeinderatssitzungen den Betreibern des Solarstroms zur Auflage gemacht worden ist, lässt aber noch immer auf sich warten.
Die Flieger haben sich mit den Umständen aber inzwischen arrangiert. Ihre Vorfreude lassen sie sich davon nicht verderben. Sie schauen lieber gen Himmel und hoffen auf besseres Wetter.