Im Bereich des Pfarrhauses in Drügendorf wird derzeit der Gehweg verlängert. Im März haben die Bauarbeiter damit begonnen, die alte Betonmauer vor dem Pfarrhaus abzubrechen. Dabei stellte sich heraus, dass die Gründung nicht ausreichend ist und das Gebäude sofort unterfangen werden muss, um Schaden durch einen Grundbruch zu vermeiden.

Ingenieur Hans-Jürgen Sauer erklärte Eggolsheims Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) und den Bauausschussmitgliedern vor Ort noch einmal die Situation. Nachdem ein Statiker das Problem begutachtet hatte, sind die notwendigen Bauarbeiten für die Unterfangung des Pfarrhauses bereits durchgeführt worden. Die Kosten dafür betragen 7847 Euro.

Eine neue Natursteinmauer soll nun die alte Mauer ersetzen, die auch eine Verlängerung des Gehwegs möglich macht. Das kostet 5408 Euro.
Kirchenpflegerin Hannelore Saffer freut sich über den neuen Gehweg, der den Fußgängern mehr Schutz auf der engen Straße bieten soll. "Es ist wirklich gefährlich", erklärte sie den Eggolsheimer Gemeinderäten.

Bereits vor sechs Jahren stand der Gehweg im Gemeinderat schon einmal zur Debatte, war damals jedoch abgelehnt worden. Nun seien aber die finanziellen Mittel da, meinte der Bürgermeister und sagte außerdem, dass mit einer Sanierung des Hauses bis zur geplanten Dorferneuerung gewartet werden sollte. Für den Gehweg stehen 20 000 Euro im Haushalt bereit.

Erhebliche Kosten

Ebenfalls um einen Gehweg ging es in Weigelshofen. Ein Bürger wünscht, dass der Gehsteig am Mühlwiesenweg erweitert wird, damit Kinder sicherer zum Schulbus gelangen können. Der Gemeinde liegt dazu ein Antrag vor.

Im entsprechenden Bebauungsplan "Mühlwiesen, Weigelshofen" ist sogar tatsächlich ein Gehweg vorgesehen. Doch der war bisher nicht gebaut worden, weil das mit erheblichen Kosten verbunden ist. Das erklärte Ingenieur Thomas Hüppe aus dem Bauamt Eggolsheim dem Gemeinderat bei der Ortsbesichtigung. Unter anderem müsste der vorhandene Graben verrohrt werden. Die Kosten würden zu 90 Prozent als Erschließungsbeitrag auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden. Da gegenüber keine Bebauung geplant sei, würde der Beitrag der

Anlieger auf der Westseite relativ hoch ausfallen. Es handelt sich dabei um keine stark befahrene Straße.
Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten nun dafür, dass zunächst die Kosten ermittelt und die betroffenen Eigentümer in einer Versammlung darüber informiert werden sollen. Gemeinderat Helmut Amon (OEB) machte die Mitglieder des Bauausschusses auf den Zustand der Zufahrt des Friedhofs in Weigelshofen aufmerksam, die nicht befestigt ist.

"Im Winter taut das extrem auf. Durch das nasse Gras ist das sehr unfallträchtig", sagte er. Bürgermeister Schwarzmann schwebt ohnehin eine "gescheite Gesamtplanung" für den Friedhof vor. "Wir legen was vor", sicherte er zu. Ingenieur Hüppe erklärte sich bereit, einen Plan zu erstellen. Gegenüber des Friedhofs soll ein Baugebiet entstehen. Das Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan ist beinahe abgeschlossen. Das Ingenieurbüro Sauer und Harrer soll einen Bebauungsplan erstellen.

Das kostet voraussichtlich 6545 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Der Ausschuss beschäftigte sich auch mit zwei Bauvoranfragen in Weigelshofen. Ein Bauherr möchte am Rand des Baugebiets "Im Gwend" ein Einfamilienhaus errichten. Das Gebiet ist aber im Flächennutzungsplan der Gemeinde nicht als Wohnbaufläche ausgewiesen.

Da das Grundstück mit 420 Quadratmetern für eine Bebauung auch zu schmal ist, ist eine Baulandumlegung nötig. Dazu müsste der Flächennutzungsplan erneut geändert und anschließend ein Bebauungsplan erstellt werden.
Ein zweiter Bauherr hat ebenfalls Interesse, dort ein Einfamilienhaus zu errichten. Schwarzmann hält die Maßnahme für sinnvoll, um den Ort abzurunden. Etwa sechs Bauplätze wären denkbar. Die Regierung von Oberfranken hat aber grundsätzlich Bedenken, an Ortsrändern zusätzliche Wohnbauflächen auszuweisen. Nun soll zunächst innerhalb der nächsten sechs Wochen eine Anliegerversammlung abgehalten werden.