Trotz den hochsommerlichen Temperaturen brennt in der Werkstatt von Hubert Hunstein in Haag (Kreis Forchheim) ein Feuer. Das braucht er auch, denn der gelernte Schmied produziert dort wahre Kunstwerke.

"Das Kreuz von Muggendorf ist zum Beispiel ein besonderes Stück, das ich gemacht habe", erzählt Hunstein, dieses schmückt nun die Muggendorfer Filialkirche Auferstehung Christi. Auch die "Himmelspforte" im Klostergarten in Forchheim gehört zu seinen Stücken. Doch die Kunst von hubert Hunstein ist auch über die Forchheimer Landkreisgrenzen zu bewundern.

"Viele Bamberger wissen nicht, was es mit der Nagelwand am der Elisabethenkirche auf sich hat", weiß der Kunstschmied und lüftet dann das Geheimnis: "Seit zwölf Jahren bin ich auf dem Adventsmarkt im Sand. Jedes Jahr schmiede ich dort einen Nagel, der dann an der Kirche angebracht wird." Zehn oder elf Stück würden da jetzt schon von ihm hängen. Dabei hat jeder Nagel auch eine besondere Bedeutung: "Jedes Jahr wird mir ein Thema mitgeteilt, das in den vergangenen Monaten die Bamberger beschäftigt hat. Das greife ich dann in dem Nagel auf", erläutert Hunstein seine Arbeit.

Doch auch für Privatmenschen arbeitet der Wiesenttaler Schmied. Er wird dabei häufig angerufen, direkt in derWerkstatt aufgesucht oder über seine Homepage kontaktiert. "Wenn jemand anruft, verweise ich die Leute oft an meine Homepage www.feuerundfunkenflug.de, da sehen die potenziellen Kunden meinen stilistische Richtung, denn Kunstschmied ist nicht gleich Kunstschmied." Grundsätzlich seien diese alle sehr individuell und ein Kunde müsse sich über den Stil des Schmieds informieren. "Mich hat zum Beispiel der Jugendstil sehr geprägt. Wenn es zum Werk passt, dann findet man bei meinen Dingen eigentlich immer Jugendstil-Elemente."

Seinen Stil würde Hubert Hunstein übrigens als "zeitlos mit alten Techniken" bezeichnen. "Man sieht ganz klar, dass ich das Handwerk gelernt habe", sagt er, "es sind halt echte Feuerarbeiten bei mir."

Ein Besuch in seiner Werkstatt im Wiesenttal in der Fränkischen Schweiz lohnt sich allemal. Dort kann man die Liebe zum Detail des Kunstschmieds erkennen. Das haben schon andere erkannt und so wurde die Schmiede in Haag in das Buch "101 Orte, die man in der Fränkischen Schweiz gesehen haben muss" aufgenommen.