Etwas ausgefallenes oder doch etwas bodenständiges? Ein Doppelname oder kurz und knapp? Und was ist mit dem Namen der Großmutter? Nur wenig beschäftigt werdende Eltern so sehr, wie die Frage nach dem passenden Namen für ihr Kind. In der Stadt Forchheim gibt es dafür klare Favoriten: Das Standesamt Forchheim hat im abgelaufenen Jahr den Vornamen Johanna am häufigsten beurkundet. Bei den Jungen war Elias am beliebtesten.
Johanna hat Marie an der Spitze der beliebtesten Mädchenvornamen abgelöst. Neun Geburtsurkunden haben die Forchheimer Standesbeamten mit dem Vornamen Johanna ausgestellt. Emilia ist vom fünften Platz auf den zweiten Platz vorgerückt. Lena ist dagegen vom dritten Platz auf Platz elf abgerutscht.
Den dritten Platz für das Jahr 2017 teilen sich die Namen Emma, Lina, Marie und Sophia. Marie war 2015 und 2016 der beliebteste Mädchenname. Das teilte das Standesamt Forchheim mit.


Elias auf Platz eins

Bei den männlichen Vornamen konnte sich Elias auf Platz eins behaupten. Schon 2016 war er der beliebteste Jungenname. Jonas (dritter Platz) und Leon (vierter Platz) sind im Vergleich zu 2016 jeweils einen Rang nach oben gerückt. Absteiger des Jahres sind Felix (von Platz eins auf Platz neun) und Maximilian, der 2017 nicht einmal unter den "Top 25" aufgetaucht ist.
"Wir erfassen alle Geburten in Forchheim", erläutert Dieter Walda, Leiter des Forchheimer Standesamtes. Dabei ist nicht relevant, ob die Eltern aus der Stadt, dem Landkreis oder von anderswo stammen. Gleichzeitig werden Forchheimer, die ihre Kinder in einem der umliegenden Krankenhäuser zur Welt bringen, in der Statistik nicht erfasst.


Nicht so viele Kinder wie 2016

Insgesamt kamen 2017 in Forchheim 660 Kinder zur Welt. Der Rekordwert von 2016, 678 Geburten, konnte nicht erreicht werden. Besonders bei den Jungen fiel der Trend zu kurzen Namen auf. Die Zahl der Kinder mit einem Vornamen stieg im Vergleich zu 2016 um zehn auf 373.
Außergewöhnliche Namenswünsche gab es in Forchheim kaum: "Wir haben keine Wünsche abgelehnt", berichtet Standesamtsleiter Walda. Jimi Blue, Cheyenne Savannah oder Blue Ivy Carter: Kuriose Namen, wie man es von Promieltern gewohnt ist, hört man in kleineren Landkreisen eher selten.


Vorgaben für Vornamen

Wie das Standesamt auf seiner Internetseite berichtet, hat jeder sorgeberechtigte Elternteil das Recht und die Pflicht, seinem Kind Vornamen und gegebenenfalls einen Familiennamen zu erteilen. Als Vornamen können Bezeichnungen gewählt werden, die ihrem Wesen nach Vornamen sind und das Geschlecht des Kindes erkennen lassen. Schwierig wird so etwas freilich bei Namen wie Andrea oder Simone, die vor allem in Italien als Männernamen verwendet werden. Ist der Vorname beim Standesamt beurkundet, so gilt Ihr Namensrecht als unwiderruflich ausgeübt.
Die bundesweiten Spitzenreiter Emma und Ben haben es in Forchheim auch auf das Treppchen geschafft: Emma auf den dritten Platz und Ben auf den zweiten Platz.