Für den Wirt Uwe Koschyk ist klar, was der Mindestlohn der Gastro-Branche in Oberfranken ab Januar bringen wird. "Die Preis-Oase in vielen Wirtschaften auf dem Land wird bald der Vergangenheit angehören. Getränke und Essen werden teurer werden und sich dem Preisniveau in Bamberg oder Erlangen angleichen", sagt der Chef des Gasthauses "Schwane" am Forchheimer Paradeplatz.

Und woran liegt das? "Viele Gaststätten sind Familienbetriebe, die bisher davon profitierten, dass Arbeitszeiten der einzelnen Mitarbeiter oder Verwandten dort so gut wie keine Rolle spielten", meint Koschyk. Doch das werde sich nun ändern und etliche Betriebe müssten zum Teil dramatisch ihre Preise erhöhen. Der Grund: Alle Arbeitszeiten samt Einkünften müssen bald akribisch festgehalten werden. Das mache es vor allem für Familienbetriebe schwerer.