Forchheimer Medienzentrum neu gestartet - "MacherZentrum" für Kinder
Autor: Redaktion
Forchheim, Dienstag, 24. Februar 2026
Das Medienzentrum Forchheim setzt auf digitale Bildung. Kinder lernen spielerisch Programmieren und Teamarbeit.
Programmieren, tüfteln – und dabei spielerisch die digitale Welt verstehen: Das Medienzentrum Forchheim hat sich mit dem Umzug in neue Räumlichkeiten im Jahr 2025 neu erfunden. Statt wie früher vor allem DVDs bereitzustellen, setzt das Zentrum nun konsequent auf Zukunftstechnologien wie Robotik und Programmieren – und trifft damit offenbar genau den Nerv der Zeit.
Neustart mit klarem Konzept
Der Umzug bedeutete weit mehr als nur einen Ortswechsel. Mit dem sogenannten "MacherZentrum" ist ein kreativer Lernraum entstanden, in dem Kinder und Jugendliche eigene Projekte entwickeln, Roboter programmieren oder erste Schritte in der digitalen Welt wagen können. Bereits in den ersten Wochen nach der Eröffnung waren Workshops und offene Sprechstunden ausgebucht.
Leiterin Michaela Zeißner zeigt sich begeistert von der Resonanz: Ziel sei es gewesen, einen Ort zu schaffen, an dem Zukunftskompetenzen praxisnah und mit Freude vermittelt werden. Dass sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte das neue Konzept aktiv unterstützen, bestätige den eingeschlagenen Weg.
Wenn der Calliope mini zum "Blumenwächter" wird
Wie das in der Praxis aussieht, zeigte sich am 19. Februar 2026 bei einem Grundkurs mit dem Calliope mini V3 in Ebermannstadt. Zehn Kinder ab acht Jahren tauchten dabei in die Welt der Algorithmen und Sensoren ein – und bewiesen eindrucksvoll, dass Programmieren keine Geheimwissenschaft sein muss.
Zunächst lernten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer das sternförmige Gerät kennen: Welche Funktionen haben die Knöpfe? Wie reagieren die Leuchtdioden? Welche Sensoren sind verbaut? Anschließend ging es ans Programmieren. Statt komplizierter Textbefehle nutzten die Kinder eine Blocksprache am Tablet. Wie bei einem digitalen Baukasten reihten sie Befehle aneinander und übertrugen ihre Programme drahtlos auf den Calliope.
Die ersten Erfolgserlebnisse ließen nicht lange auf sich warten: blinkende LEDs, fröhliche Pieptöne oder der eigene Name auf dem Display sorgten für strahlende Gesichter. Höhepunkt des Workshops war jedoch die Entwicklung eines "Blumenwächters". Mithilfe der integrierten Sensoren programmierten die Nachwuchs-Tüftler ein System, das Temperatur, Lichtverhältnisse und Bodenfeuchtigkeit misst. Zeigt das Display einen traurigen Smiley, weiß der Besitzer: Die Pflanze braucht Wasser oder mehr Licht.
Workshopleiter Stefan Kraus zeigte sich beeindruckt, wie schnell die Kinder die logischen Zusammenhänge verstanden, wenn sie auf ein konkretes Projekt hinarbeiten. Nach zwei Stunden intensiver Arbeit verließen zehn stolze Informatik-Pioniere den Kurs – mit neuem Wissen und dem Bewusstsein, die digitale Welt nicht nur konsumieren, sondern aktiv gestalten zu können.