Forchheim: Anrufer meldet erschreckende Beobachtung - Zugverkehr lahmgelegt
Autor: Milena Graf
Forchheim, Freitag, 28. August 2026
Auf der Strecke zwischen Bamberg und Nürnberg wurde in dieser Woche für kurze Zeit der Zugverkehr lahmgelegt. Der Polizei war eine erschreckende Beobachtung in Forchheim gemeldet worden.
Am Dienstagabend (25. August 2026) gegen 22 Uhr wird plötzlich der Zugverkehr zwischen Bamberg und Nürnberg gesperrt - weil das Schlimmste befürchtet werden muss.
In einer Durchsage des Zuges heißt es schockierenderweise zunächst, es habe einen Unfall auf der Strecke gegeben. Ein Auto sei von einer Brücke gestürzt, doch die Details sind schwammig. Kurze Zeit später ist klar, was wirklich vorgefallen ist.
Wegen Anruf: Zug-Sperrung zwischen Bamberg und Nürnberg
Eine Reporterin von inFranken.de wird Zeugin der Auswirkungen am Bamberger Bahnhof. Auch dort ruht der Bahnverkehr Richtung Nürnberg. Kurz nach der Durchsage seufzen die Fahrgäste im Regionalexpress, telefonieren, gehen kurz vor die Tür. Man werde sie am Gleis informieren, heißt es. Doch dann: Nach nur rund 20 Minuten kommt die nächste Durchsage.
Es habe nie einen Unfall gegeben, und auch kein Auto auf den Gleisen. Der Bahnhof Forchheim steht dem Zugverkehr wieder offen. Die tatsächliche Sperrung der Strecke dauerte nach Aussage der Bundespolizei Nürnberg nicht mehr als 10 Minuten. Dann ist der Spuk vorbei.
Wie konnte es zu solch einer großen Fehlinformation und Sperrung kommen? Der Grund ist ein Anruf bei der örtlichen Landespolizei, erläutert Fridolin Schürer, Sprecher der Bundespolizei Nürnberg, im Gespräch mit inFranken.de. Ein Passant habe sich dort gemeldet.
Passant informiert Polizei: "Schneise" gesehen
Nach Angaben der Bundespolizei Nürnberg befürchtete der Mann, dass direkt beim Bahnhof Forchheim an der Eisenbahnbrücke Forchheim an der Bayreuther Straße ein Auto das Brückengeländer durchbrochen habe und entsprechend auf die Gleise gefallen sei. Er griff zum Hörer und informierte die örtliche Polizei.
"Der Passant hätte auch eine Schneise gesehen, wie auch immer geartet", so beschreibt Schürer die Mitteilung. Ein großer Einsatz war die Folge.