Es ist die wichtigste Radwegeverbindung des Radwegekonzepts Fränkische Schweiz. Die Hauptachse von Forchheim entlang der Bundesstraße 470 bis nach der Schüttersmühle bei Pottenstein und von dort über die Kreisstraße BT 41 bis Pegnitz. Der Bayreuther Landrat Florian Wiedemann (FW) konnte nun mit dem Pottensteiner Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU/UWV) und Behörden- wie Firmenvertretern einen weiteren, 1,2 Kilometer langen Streckenabschnitt mit einer asphaltierten Mindestbreite von 2,50 Metern zwischen Elbersberg und Willenreuth nach Abschluss der Bauarbeiten offiziell dem Verkehr übergeben.

Möglich machte den Radwegelückenschluss der Ausbau der Kreisstraße, für die es inklusive Radweg eine Förderung von 1,5 Millionen Euro vom Freistaat Bayern gibt. Dies macht bei 2,1 Millionen Euro zuwendungsfähiger Kosten einen Fördersatz von 70 Prozent aus. Die Gesamtmaßnahme inklusive behindertengerechter Gehsteige in Geusmanns, zwei Fußgängerquerungshilfen mit Mittelinseln vor den Ortseingängen von Geusmanns und Willenreuth, das Neuverlegen der Wasserleitung durch die Juragruppe innerorts und Straßenleuchten beläuft sich auf rund 2,6 Millionen Euro.

Die Kreisstraße wurde auf sechs Meter Breite ausgebaut und in den Kurvenbereichen auf 6,50 Meter ausgeweitet. Die Anlage des Radweges machte umfangreiche Erdarbeiten erforderlich, da nach Elbersberg die Felsböschung zurückgebaut werden musste. Wie Landrat Wiedemann betonte, lagen die Bauarbeiten trotz Corona im Zeitplan. Bis auf noch fehlende Geländer, die wegen Lieferengpässen durch die Corona-Pandemie noch nicht eintrafen. Eigentlich hätte die Eröffnungsfeier mit den Bürgern in größerem Rahmen stattfinden sollen.

Dies war zum Bedauern von Wiedemann aber nicht möglich. Vor allem die Anlieger hatten während der Bauarbeiten erhebliche Behinderungen und eine Umleitung in Kauf nehmen müssen. Kirchlich gesegnet wurde der neue Streckenabschnitt von Pfarrerin Heike Öffner. Alexander Lauer von der Regierung von Oberfranken betonte, dass es in Sachen Radwegeausbau vor allem in der Fränkischen Schweiz noch viel zu tun gibt.

So fehlt beispielsweise noch der schwierige Lückenschluss zwischen Pottenstein und Behringersmühle. Wann mit dem weiteren Ausbau von Willenreuth bis Pegnitz gerechnet werden kann, steht laut Roland Kasel vom Landratsamt auch noch nicht fest. Eine Grobplanung gibt es zwar schon, es wird aber eine Frage der Finanzierung angesichts der Corona-Krise sein. "Wann und wie es Fördermittel wegen Corona gibt, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen", so Kasel.

Der Pegnitzer Polizeichef Roland Schmitt zeigte sich begeistert. Denn in den letzten Jahren gab es in diesem Bereich zwei tödliche Verkehrsunfälle. Die Verkehrssicherheit wurde laut Schmitt mit den neuen Radwegen nun deutlich verbessert.