Aufregende Tage haben die neuen Auszubildenden der Kreissparkasse Höchstadt vor sich. Gestern starteten sie offiziell in das Berufsleben und damit in einen ganz neuen Lebensabschnitt.

Ihre Entscheidung zu genau dieser Lehre haben die angehenden Bankkaufleute ausnahmslos sehr bewusst getroffen. "Für mich kamen eine Ausbildung zum Elektroniker oder Bankkaufmann in Frage", berichtet Lukas Endres aus Möhrendorf. Für seinen Entschluss ausschlaggebend sei letztlich der enge Kundenkontakt gewesen. Genau wie er, haben alle Berufseinsteiger der Höchstadter Sparkasse bereits mindestens ein Praktikum in einem Kreditinstitut absolviert.

"Die Arbeit hat schon damals Spaß gemacht und man hatte immer sehr nette Leute um sich", erinnert sich Carina Hansen aus Adelsdorf. Teilweise konnten sich die Lehrlinge zudem bereits in der Schule auf das Themengebiet der Betriebswirtschaftslehre spezialisieren.
"Wir legen großen Wert darauf, eng mit den Schulen zusammenzuarbeiten und Interessierten dadurch einen ersten Einblick in das Berufsfeld geben zu können", betont Personal- und Ausbildungsleiter Klaus Schumann.

Für Sabine Sandel sind vor allem die aussichtsreichen Weiterbildungsmöglichkeiten, beispielsweise zum Betriebs- oder Volkswirt sowie auch zum Bachelor, reizvoll. "Außerdem ist der Beruf abwechslungsreich und die Einsatzbereiche vielfältig", meint die junge Frau aus Geiselwind.

Klaus Schumann weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr sich der Beruf der Bankkauffrau /des Bankkaufmannes innerhalb der letzten Jahrzehnte gewandelt hat. "Heute ist das Berufsfeld kaum mehr vergleichbar mit dem von früher", so der erfahrene Banker. Bereits in der Ausbildungszeit seien nun die Anforderungen an inhaltliche Vielfalt viel höher. "Es müssen erheblich mehr Themengebiete abgedeckt werden, beispielsweise im Umgang mit Gesetzen", weiß Schumann. Schließlich werde das Angebot der Sparkassen stetig umfangreicher und Beratungsleistungen müssten immer zielgerichteter werden.

Besonders stolz ist das Kreditinstitut auf seine hohe Ausbildungsquote. "Deutschlandweit liegt diese bei fünf, in unserer Kreissparkasse sogar bei zehn Prozent", teilt Vorstandvorsitzender Herbert Fiederling mit. In diesem Jahr habe man mit zehn Auszubildenden, die aus 55 Bewerbern ausgewählt wurden, einen besonders starken Jahrgang. 22 Lehrlinge zählt das Institut damit derzeit insgesamt.

In den kommenden Tagen werden die neuen Auszubildenden in einem Einführungsseminar auf ihre Ausbildung vorbereitet, bevor Ende September weitere Kennenlerntage stattfinden werden. Neben der praktischen Ausbildung in den Geschäftsstellen und Abteilungen, erhalten die angehenden Bankkaufleute auch interne Schulungen und Verkaufstrainings, Projektarbeiten sowie Ergänzungsseminare an der Sparkassenakademie vervollständigen den Ausbildungsplan. Zweieinhalb Jahre duale Ausbildung in der Sparkasse und der Erlanger Berufsschule warten insgesamt auf die jungen Leute.