"Es ist eine Chance, gerechter eingestuft zu werden", sagt Rosi Schmitt von der Fachstelle für pflegende Angehörige über das neue Pflegestärkungsgesetz, das ab 1. Januar 2017 in Kraft tritt. Patienten mit einer gerontopsychiatrischen Einschränkung, also Krankheitsbildern wie Demenz oder Depression, würden dadurch künftig besser gestellt.

Im Prinzip gehe es um ein neues Begutachtungsverfahren, erklärt Schmitt, die beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) über Umfang und Art der gesetzlichen Leistungen informiert, berät und Angehörigen Hilfestellung gibt. Künftig werde nicht mehr von "Pflegestufen" sondern von "Pflegegraden", gesprochen. Das neue Begutachtungssystem orientiere sich am Grad der Selbstständigkeit, also der Möglichkeit, eigene Lebensbereiche zu gestalten.