Der Mutterboden ist zu großen Haufen südlich des früheren Aldi-Lagers aufgehäuft; vor dessen Verwaltungsgebäude stapeln sich Rohre und Bagger ziehen die ersten Gräben in dem Gelände am Reuthsee, das in einigen Jahren 500 Wohnungen beherbergen soll. 85 Bauanträge sind bei der Gemeinde bereits eingegangen.

Auf der Tagesordnung des Gemeinderats steht das Vorhaben auch. Die Stellungnahmen der Bürger und der Träger öffentlicher Belange sind durchzusprechen und zu bewerten. Ein Teil davon hat sich inzwischen sachlich erledigt, und zwar die Bedenken von Anrainern landwirtschaftlicher Grundstücke an eine Ausgleichsfläche in Aischer Gemarkung. Statt des vorgesehenen Areals hat die Gemeinde in der Nähe der Kläranlage eine Fläche erworben.


Diskussionsbedarf gab es bei den Ausführungen von insgesamt rund 40 Anwohnern von Straßenzügen, durch die der Verkehr in und aus dem Wohngebiet Reuthsee fließen wird. Die Einmündung der Straße, die auch nach Wiesendorf führt, in die Staatstraße 2264 wird ein Knackpunkt, war man sich einig. Wegen der Lebensmittellager und deren Lieferverkehr hat sie seit langem eine gut ausgebaute Abbiegespur für Fahrzeuge, die von der B 470 kommen und in die neue Siedlung wollen.

Weitere Baumaßnahmen wird es dort nicht geben, hat das Staatliche Bauamt entschieden, denn die Strecke bleibt auch mit Bezug des Reuthsees in der A-Kategorie, also der Gruppe mit dem vergleichsweise geringsten Verkehrsaufkommen. Allerdings wird das Ortsschild deutlich nach außen versetzt werden. Man prüfe bei der Behörde derzeit, ob ein sogenannter Trichter mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer eingerichtet werden soll.


Kreisel angeregt

Michael Auer (Grüne) brachte einen Kreisel ins Gespräch, denn er befürchtet, dass die Einmündung der Staatsstraße in die Bundesstraße zu einem Unfallschwerpunkt wird. Denn wahrscheinlich werden die meisten Reuthseer so aus dem Ort zu ihren Arbeitsplätzen pendeln. Das erwartet auch die Gemeinde Röttenbach. Dort geht man davon aus, dass deshalb etwa 1500 Autos mehr durch das Straßendorf auf dem Weg von und nach Erlangen fahren.

Durch Reuthsee wird die Entwässerungsituation auch für umliegende Gebäude verbessert, wurde zu weiteren Bürgerbedenken festgestellt. Seit April gibt es eine hydraulische Berechnung, die von Fachleuten nochmals überprüft wurde.

Für die Änderung des Flächennutzungsplans fasste der Rat einen einstimmigen Feststellungsbeschluss. Der Bebauungsplan muss noch einmal 14 Tage ausgelegt werden. Hier geht es um die Geschossflächenzahl der mittleren Reihenhäuser.