Torreich ging es beim Auftakt-Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Mittelfranken 1 zu. 29 Tore fielen in acht Begegnungen, fünf davon allein in Buckenhofen, vier beim TV 48 Erlangen, der sich mit dem deutlichen Sieg über enttäuschende Heßdorfer an die Tabellenspitze setzte - auch wenn das noch keine Aussagekraft hat. Stark präsentierte auch der Aufsteiger FC Herzogenaurach, der mit seinem neuen Spielertrainer Reinhardt Kusnyarik nahtlos an die Siegesserie der vergangenen Spielzeit anknüpfte und sich beim Derby in Buckenhofen knapp, aber verdient behauptete. Bereits am Donnerstagabend hatte die SpVgg Erlangen den Stadtrivalen ATSV mit 3:1 bezwungen.

SV Buckenhofen - FC Herzogenaurach 2:3

Von Beginn an nahm der FC das Heft in die Hand, spielte überlegen und setzte sich in der Spielhälfte des SV fest.
Folgerichtig erzielte Kevin Rockwell nach einer Hereingabe von Jens Reinhardt das 0:1 in der 17. Minute. Zuvor war Rockwell noch am Pfosten gescheitert, und auch in der 20. Minute rettete das Aluminium für die Heimelf, als Pumas-Spielertrainer Reinhardt Kusnyarik nur die Latte traf. Diese Fahrlässigkeit im Umgang mit den Chacne wurde bestraft, denn nach einem Konter, den Adrian Grinjuks erfolgreich abschloss, stand es plötzlich 1:1 (28.). Damit übernahmen die Gastgeber das Ruder und vor allem nach der Pause war der SVB das stärkere Team.
In der 58. Minute parierte FC-Schlussmann Florian Peter einen Schuss noch gut, jedoch brachte die Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone und der eingewechselte Neuzugang Philipp Hoffmann, der das Offensivspiel des SVB merklich belebte, zirkelte den Ball aus halblinker Position zum 2:1 in den recht Torwinkel zirkelte (58.).
Trotz der sommerlichen Temperaturen kämpfte sich der FC aber wieder ins Spiel zurück und nach einer sehr guten Kombination über Eric Stübing erzielte wiederum Kevin Rockwell den Ausgleich (67.). Nur sieben Minuten später, nach einer weiteren sehr guten Kombination, kam ein ein Buckenhofener Verteidiger im Strafraum mit der Hand an den Ball, was der Unparteiische als Vergrößerung der Körperfläche wertete und auf Elfmeter entschied. Eric Stübing trat an und verwandelte sicher zum 2:3 (73.).
In der Schlussviertelstunde ging es hektisch zu und die Partie wurde durch viele Fouls unterbrochen. Einmal, im Anschluss an einen Pfostentreffer, hoffte die Heimelf vergeblich auf einen Elfmeter. Auf der anderen Seite hatte der FCH weitere gute Angriffe, die aber nicht mehr mit der letzten Konsequenz zu Ende gespielt wurden, sodass es weiter spannend blieb. Letztendlich rettet sich der Aufsteiger aber ins Ziel und feierte einen insgesamt verdienten Erfolg, der hoffentlich viele Zuschauer auf das erste Heimspiel neugierig gemacht hat.

TV 48 Erlangen - SpVgg Heßdorf 4:0

Die Heimelf begann druckvoll und zwang Gästekeeper Heinlein gleich in der 1. Minute zu einer Glanztat. Nur drei Minuten später legte Bach das Leder zurück auf Stöhr, doch wieder war Heinlein zur Stelle. Auch in der Folge sahen die rund 120 Zuschauer Einbahnstraßenfußball. Kundt konnte von Marxer nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden (11.) und Christian Ströbel verwandelte den Strafstoß sicher zur Führung für die Gastgeber. Die große Möglichkeit zum Ausbau des Vorsprungs hatte dann Schwarzenbrunner, freistehend drosch er jedoch die Kugel aus halbrechter Position an die Latte. Von den Gästen war in in der ersten Halbzeit nach vorne nichts zu sehen. Die hochverdiente 2:0-Führung besorgte dann kurz vor dem Pausenpfiff David Mai. Geschickt nahm er ein feines Zuspiel von Kundt auf und ließ Heinlein aus 14 Metern keine Abwehrchance.
Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Gäste, besser ins Spiel zu kommen, ohne sich allerdings gefährliche Möglichkeiten zu erspielen. Die beste Chance vergab noch Büttner: Er scheiterte mit einem schwachen Schuss aus zehn Metern an TV-Torhüter Dirr. Erlangen kontrollierte nun das Spiel, schaltete aber sichtlich einen Gang zurück. Mai scheiterte noch freistehend vor Heinlein, doch der eingewechselte Schwandner nach weitem Einwurf von Bruder (81.) und Johannes Bach nach schöner Vorarbeit von Stöhr (85.) stellten den auch in dieser Höhe verdienten Endstand her. Heßdorf zeigte eine schwache Leistung und wird sich zwangsläufig steigern müssen.