Die Frequenz auf der Ortsverbindungsstraße von der B 470 über Greiendorf nach Sterpersdorf sei zwar nicht sehr hoch, dafür aber die Schäden umso größer. Diese Feststellung traf Bürgermeister Gerald Brehm (JL), als er sich am Dienstag zusammen mit Mitarbeitern aus dem Rathaus, Vertretern des planenden Ingenieurbüros Valentin Maier und der Baufirma Rädlinger aus Selbitz zum Spatenstich auf einem Acker unweit der Greiendorfer Mühle traf.

Enger Zeitrahmen

Diese Schäden werden nun mit dem schon länger geplanten Neubau der Straße zwischen den Höchstadter Ortsteilen behoben. Am 18. März will die Firma Rädlinger mit den Arbeiten beginnen und bereits Ende Mai fertig sein, sagte deren Oberbauleiter Harald Fischer.
Dass dieser enge Zeitrahmen eingehalten werde, glaubt der planende Ingenieur Valentin Maier allerdings nicht und geht eher von einer Fertigstellung bis Ende September aus.

Laut Bürgermeister Brehm ist der Ausbau der Straße auf 1,2 bis 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Darauf werden 60 bis 65 Prozent Zuschüsse erwartet. Erfreut teilte Brehm mit, dass auch der Bau eines Radweges gefördert werde.

In einigen Abschnitten wird die Straße auf eine neue Trasse gelegt, auch um gefährliche Stellen zu entschärfen. Die nicht mehr benötigte alte Trasse wird dann zurückgebaut und in den Radweg integriert.

Grundstücksgeschäfte waren für den Ausbau nicht notwendig, weil sich die Stadt bereits vor 35 Jahren im Zuge der Flurbereinigung die nötigen Flächen gesichert hatte, berichtete der Bürgermeister. Und weil der Druck aus der Bevölkerung "nicht so stark" war, habe man sich mit dem Ausbau bis jetzt Zeit gelassen. Erster Schritt bei der Erneuerung der Ortsverbindungsstraßen innerhalb Höchstadts sei die Verbindung von Medbach nach Saltendorf gewesen. Auch schon aus Zuschussgründen könne man nicht mehrere Straßenprojekte gleichzeitig angreifen, sagte Brehm beim Spatenstich.

Zwei Bürgerversammlungen im Vorfeld

Für den Ausbau Sterpersdorf - B 470 habe es im Vorfeld zwei Bürgerversammlungen gegeben, berichtete das Stadtoberhaupt. Der ursprüngliche Plan, auch an der Ortsdurchfahrt Greiendorf einen Radweg anzulegen, wurde von den Bürgern abgelehnt. Während des Ausbaus, der in zwei Teilabschnitten erfolgen wird, werde die Straße für den Anliegerverkehr offen bleiben, sagte Planer Maier. Ansonsten ist gesperrt.

Die Selbitzer Firma Rädlinger, die den Auftrag bekommen hat, hat in Höchstadt bereits Spuren hinterlassen. Die Verbindung Medbach-Saltendorf wurde von dieser Firma gebaut und auch an der Verbreiterung der B 505 bei Pommersfelden waren die Selbitzer beteiligt. "Wenn der Preis stimmt, kann auch jetzt ein bisschen mehr gemacht werden", stellte der Bürgermeister in Aussicht. Es gibt in Sterpersdorf und Weidendorf kleinere Bereiche, in denen die Straßenbauer noch eingreifen könnten.