Seit drei Wochen ist es sicher: Das kleine Haus, das gegenüber des Röttenbacher Rathausplatzes bisher die Sicht auf den Weiher versperrt, kann im kommenden Jahr abgerissen werden, versicherte Bürgermeister Ludwig Wahl (FW). Somit kann eine Sichtachse und Verbindung zum Weiher geschaffen werden, der sich inzwischen ebenfalls im Besitz der Gemeinde befindet.

Stadtplaner Matthias Rühl erläuterte bei einem Ortstermin, wie er die Wünsche der Röttenbacher in seinen Plänen umgesetzt hat: An der Bücherei ist ein Wintergarten als Café geplant, der gesamte Platz wird barrierefrei gestaltet. Damit Kirchweih, Weihnachtsmarkt und Dorffest weiterhin auf dem zentralen Platz stattfinden können, wird im Untergrund die dafür nötige Infrastruktur geschaffen: Über Versorgungspoller können die einzelnen Buden und Fahrgeschäfte mit Strom und Wasser versorgt werden, so dass keine Leitungen mehr über den Platz verlegt werden müssen. Eine moderne Beleuchtung sorgt für ausreichend Helligkeit, selbst an eine Notbeleuchtung ist gedacht.


Kein Platz für einen Sandstrand

Allerdings konnte der Stadtplaner nicht alle Wünsche der Röttenbacher erfüllen, wie beispielsweise den Wunsch nach einem Sandstrand: "Der Platz ist leider begrenzt." Das Rathaus wird künftig hinter einer grünen Kulisse verschwinden, vor der Fläche werden Sprudler das Wasser plätschern lassen. Wird der Platz gebraucht, kann das Wasser einfach abgeschaltet werden. Es sind Ladestationen für Elektroautos ebenso geplant wie ein großer Fahrradstandplatz mit ebenfalls ausreichend Ladestationen. Mit hellem Pflaster wird sich der Platz im Sommer künftig nicht so aufheizen, versprach der Stadtplaner.

Nach der ausführlichen Erläuterung der Pläne durch Stadtplaner und Bürgermeister diskutierten die anwesenden Bürger eifrig über viele Details. Schließlich sollen einige der Linden gefällt werden, damit die Sicht auf den Weiher frei ist. Viele Röttenbacher äußerten sich dagegen, doch Rühl gab zu bedenken, dass 30-jährige Linden eigentlich viel mächtiger sein müssten als die Bäume entlang des Parkplatzes: "Diese kämpfen hier an einem extrem schlechten Standort!" Ob Leuchten oder die Farbe des Pflasters, viele Röttenbacher trugen ihre Ideen und Vorstellungen vor, über die später der Gemeinderat entscheiden muss. Da Röttenbach für dieses Projekt städtebaulich gefördert wird, muss die Gemeinde nur etwa 40 Prozent der Kosten selbst tragen, versicherte Wahl. Was schlussendlich realisiert werden könne, werde dann die Aufstellung der einzelnen Kosten zeigen.