Vier Tage feiern die Röttenbacher ihre Dorfkerwa. In diesem Jahr lautet das Motto "Klein, aber fein". Aufgrund der Baustelle am Rathausplatz, die voraussichtlich noch bis zum Herbst 2019 andauern wird, fällt das Fest heuer etwas kleiner aus. Am Samstagnachmittag haben die Kerwasburschen ihren Kirchweihbaum in gut einer Stunde auf dem Platz hinter der Brauerei Sauer aufgestellt.

Für die aktiven Burschen beginnt die Kerwa bereits eine Woche zuvor. Absprachen sind zu treffen, Lieder werden gesungen und "Am Dienstag haben sie den Alten geschmissen!" Gemeint ist damit der vorjährige Kerwasbaum, der nun Platz für den neuen gemacht hat. Am Donnerstag haben sie den Kranz für den neuen Baum gebunden. Am Freitag sind die Burschenwagen geschmückt worden.

Nach solch gründlicher Vorbereitung kamen die Burschen am Samstag auch sehr pünktlich zum "Baamaufstellen".

"Wir haben im vergangenen Jahr einen Verein gegründet, um die Traditionen der Kerwasburschen zu unterstützen", erklärt Fabian Prell, Zweiter Vorsitzender. Von den 65 Mitgliedern sind 23 aktive Kerwasburschen. Um aktiv mitmachen zu können, ist die Voraussetzung, 16 Jahre alt zu sein, sich bei den Burschen zu melden und seinen Beitrag zu zahlen. "Der Verein konnte in diesem Jahr erstmalig Werkzeug anschaffen und an die Aktiven ausgeben", hebt Fabian Prell hervor und benennt sogleich die nächsten Ziele: Es soll ein Wagen für die Burschen angeschafft und entsprechend hergerichtet werden.

Bis vor einigen Jahren hatten die Kerwasburschen im Dorf drei Kerwasbäume aufzustellen: Beim Gasthof Keiner, am Ringcafè und eben bei Sauers Brauerei. Den Kerwasburschen ist es ein Anliegen, nun zentral an einem Platz den Baum aufzustellen.

Um den Traditionen gerecht zu werden, wurden am Sonntag ab 9 Uhr die "Küchla zsammen gespielt", am Nachmittag hieß es "Geger rausschlagen" sowie das "Betzn raustanzen".

Für die älteren Mitbürger veranstaltet die Gemeinde einen Seniorennachmittag am Montag im Festzelt. Bis zum Montagabend gibt es allerlei Budenzauber sowie Sauers Festzelt mit Musik zum Feiern und Tanzen. Dann endet die Kerwa.