Das Thema hat der Finanzausschuss beraten und positiv entschieden. Da an der Röttenbacher Kläranlage auch Schmutzwasser aus manchen Hemhofener Straßenzügen gereinigt wird, haben auch der Ausschuss des Abwasserzweckverbands sowie die Kommune selbst dem Vorhaben zugestimmt. Hemhofen trägt seinen Anteil an den Kosten von 34 000 Euro. Das verlangt der günstigste Bieter bei der Ausschreibung, die Firma Thomas Amon aus Röttenbach, für eine Photovoltaikanlage mit 12,1 KWp.
Im weiteren Verlauf der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde außerdem beschlossen, die Zahl der Wahllokale künftig von fünf auf vier zu reduzieren. Dafür werden bis zu drei Briefwahlbezirke eingerichtet. Ursache für diese Veränderung ist das Wählerverhalten - nicht nur in Röttenbach.
Immer mehr Menschen wählen die Briefwahl, besonders bei so aufwändigen Verfahren mit vielen großen Zetteln wie den Kommunalwahlen.

Immer mehr Briefwähler

Geschäftsleiterin Susanne Müller hat die Veränderungen über die Jahre verfolgt. So kamen bei den Europawahlen 1999 kaum über zehn Prozent der abgegebenen Stimmen per Briefwahl, genau von 222 Wählern. 2014 waren es schon 638 Personen oder 17 Prozent der Wahlberechtigten. Verdoppelt hat sich gar die Zahl der Briefwähler bei den Kommunalwahlen. Waren es 2002 noch 669 Wahlberechtigte, trafen 2014 schon 1149 Personen so ihre Wahlentscheidung.
Künftig, also zum nächsten Mal bei der Bundestagswahl 2017, kann in der Volksschule, im Rathaus, im katholischen Pfarrheim und im Sportheim abgestimmt werden. Die Straßenzüge wurden dementsprechend neu eingeteilt. Der Bezirk in der Volksschule ist derzeit der kleinste. In ihn sind schon künftige Bewohner der Baugebiete im Westen eingerechnet.
Wegen eines Wortes muss das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans wiederholt werden, wenn auch nur in der vereinfachten Form. Das Landratsamt hat im Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Sandäcker II gerügt, dass es dort hieß, "ausnahmsweise sind Wohnungen für Betriebsinhaber und Aufsichtspersonal zulässig". Das ist der selbe Wortlaut, wie ihn die Gemeinde für Sandäcker I verwendete, um da wie dort klar zustellen, dass sich kleinere Gewerbebetriebe, bei denen der Inhaber auch wohnt, ansiedeln können.
Das Wort "ausnahmsweise" wollte damals der Rat so verstanden wissen, dass bei den Sandäckern eine Ausnahme von den sonstigen Ausweisungsgepflogenheiten der Gemeinde gelten solle, erinnerte Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) in der Ratssitzung. Dagegen ist das Landratsamt der Meinung, der Satz bedeute, der Gemeinderat müsse Betriebsinhaberwohnungen als "Ausnahme" jedesmal einzeln genehmigen. Statt dieses Weges entschied sich nun der Rat zu einer Änderung des Bebauungsplans inklusive der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der öffentlichen Auslegung.