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Höchstadt a. d. Aisch
Installation

Neu in Höchstadt: "Eine Seelsorgerin mit Leib und Seele"

Sibylle Stargalla unterstützt in Höchstadts evangelischer Kirchengemeinde seit Anfang Juli Pfarrer Fritz Schäfer.
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Dekan Hans-Martin Lechner (r.) segnete Sibylle Stargalla.   Foto: Johanna Blum
Dekan Hans-Martin Lechner (r.) segnete Sibylle Stargalla. Foto: Johanna Blum
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Seit 1. Juli bekleidet Sibylle Stargalla schon ihr Amt als Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde Höchstadt. Am Sonntagnachmittag nahm nun der Bamberger Dekan Hans-Martin Lechner in der Christuskirche die offizielle Installation der 48-Jährigen vor. Neben dem Religionsunterricht am Gymnasium wird Stargalla die beiden Altenheime, das Krankenhaus sowie das Haus "Schlossberg", die Demenz-WG, seelsorgerisch betreuen.

Pfarrer Fritz Schäfer zitierte in seiner Einführung den Bibeltext des Propheten Jesaja "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Dieser Wochenspruch solle seiner jungen Kollegin Mut und Zuversicht geben. "Lasst sie spüren, dass sie gebraucht wird", fügte er an.

Der Bedarf und die Sehnsucht nach Seelsorge sei zu Coronazeiten besonders hoch, meinte Pfarrer Schäfer. Man könne täglich Gründe suchen oder finden, wofür es Gott zu danken gilt. "Mitten in dieser bedrückenden Zeit ist es eine große Freude für mich, Frau Stargalla, eine ,ganze‘ Pfarrerin trotz ihres halben Dienstauftrags, einführen zu können", ergänzte Dekan Hans- Martin Lechner. "Sie ist eine Seelsorgerin mit Leib und Seele." Auf die Frage, ob sie bereit sei zu ihrem Dienst, antwortete die neue Pfarrerin klar und deutlich: "Ja, mit Gottes Hilfe".

Die Ansprache der frisch installierten Pfarrerin hatte den Psalm 73, Vers 28, zum Inhalt: "Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun."

Heiter und gelassen leben

Die globale Pandemie habe das Kennenlernen hier in Höchstadt nicht einfach gemacht. "Wir finden Halt an und Freude in Gott. Diese Freude auf die Spur zu bringen, das ist meine Aufgabe." Es tue gut, sich an Gott zu halten. Mit dem Glauben an Gott lebe man heiterer und gelassener.

"Du bist getauft und Gott lässt dich nicht allein. Es ist wichtig, sich an Gott zu halten, das bringt Freude. Besonders in der jetzigen Zeit brauchen wir alle Zuversicht und wir beten und hoffen, dass die großen Mühen der Wissenschaft zum Erfolg führen. Gott lädt uns ein, unsere Zuversicht auf ihn zu setzen. Das ist die liebende Nähe Gottes, dass er uns hilft und dass alles gut ausgehen wird."

Kontakt- und kommunikationsfreudig

Der katholische Stadtpfarrer Kilian Kemmer erinnerte daran, dass Sibylle Stargalla schon zum Kirchweihmontags-Gottesdienst zusammen mit Pfarrer Schäfer vor die Georgskirche gekommen war. Auch habe er sie schon zu einem Gespräch getroffen, bei dem sich die Behauptung des Dekans bestätigte, dass sie sehr kontakt- und kommunikationsfreudig sei. Im Religionsunterricht trage sie das Evangelium in die Gesellschaft. Er hieß sie herzlich willkommen.

Auch der stellvertretende Landrat Martin Oberle (FW) begrüßte sie im Namen des Landkreises. Höchstadt sei ein liebenswerter Fleck, die Perle des Aischgrunds. Es sei auch wichtig und gut, denen, die in Not sind, als Seelsorgerin Gehör und Rat zu geben. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) war auch nicht mit leeren Händen gekommen. Genauso wie die Seniorin des Pfarrkapitels, Susanne Wittmann-Schlechtweg, hieß er die neue Pfarrerin herzlich willkommen, und Ute Salzner, die Vertrauensfrau vom Kirchenvorstand wünschte der "Neuen" Kraft, Geduld, Erfolg und Zufriedenheit. Alle Gratulanten hatten als Geschenk - Sibylle Stargalla liest gerne - interessante Bücher über Höchstadt, das Karpfenland oder über Bamberg im Gepäck.

"Wir haben einen Star", erklärte Pfarrer Schäfer zum Schluss schmunzelnd, bevor er die Gäste zum Bleiben und zum Gespräch einlud.