Es ist ein ungewöhnlicher Schritt, dass die Polizei mit Foto sowie Namen eines bereits Inhaftierten an die Öffentlichkeit geht. Im Fall von Gregorz Stanislaw Wolsztajn erhofft sich die Polizei Hinweise auf verschiedene Aufenthaltsorte in der Vergangenheit. Mehr als 30 Orte, an denen der Mann tätig war, sind bisher bekannt geworden.

Der 36-Jährige aus Polen war als Hilfspfleger in ganz Deutschland eingesetzt. Er steht unter Mordverdacht. Der Beschuldigte soll in Ottobrunn bei München einen 87-jährigen Pflegebedürftigen mit Insulin getötet haben. Es lag der Verdacht nahe, dass er noch weitere Taten begangen haben könnte.


In Forchheim und Kitzingen

Die Ermittler gehen momentan von vier weiteren Fällen aus, "in denen das Ableben einer betreuten Person in einem unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Tatverdächtigen stand". Hier wurden neben Hannover und dem Landkreis Tuttlingen (Baden-Württemberg) auch die Landkreise Forchheim und Kitzingen genannt.


In ERH als Pfleger tätig gewesen

Es kursierten Gerüchte, der Hilfspfleger sei auch im Landkreis Erlangen-Höchstadt tätig gewesen. Auf Anfrage des FT bestätigt dies ein Sprecher der Münchener Polizei. Weder einen genauen Ort noch eine Zeitspanne wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nennen. Einen Einsatz in einem Seniorenheim wollte der Sprecher nicht bestätigen. Er sprach allgemein von einer "pflegerischen Anstellung". Dass der Mann im Landkreis Erlangen-Höchstadt aktiv war, heiße jedoch nicht, dass er auch hier Menschen etwas angetan haben könnte.


Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise. Wo ist Gregorz Stanislaw Wolsztajn noch aufgefallen? Zeugen können sich unter Tel. 089-29100 melden.