Die Erlanger Abgeordnete ist seit 2013 Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und im Petitionsausschuss des Bundestages. Auch in ihren bisherigen Funktionen setzte sie sich für die Belange und die Stärkung der Rechte von Patienten ein, heißt es in einer Pressemitteilung ihres Büros.
So ist Stamm-Fibich eine Verfechterin des Patientenentschädigungsfonds, der sich auch im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Unionsparteien wiederfindet. "Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gibt es leider immer wieder Situationen, in denen Entschädigungsleistungen zwar nicht juristisch einklagbar, aber moralisch eigentlich zwingend sind. Die Skandale um Contergan und Duogynon sind dafür dramatische Belege", so die Abgeordnete.


Unterschiedliche Urteile

Beide Arzneimittel haben eine fruchtschädigende Wirkung und können bei Kindern zu Fehlbildungen führen. Trotzdem wurden sie lange Zeit auch Schwangeren verabreicht. Im Contergan-Fall erhielten die Opfer schließlich Entschädigungen, bei Duogynon nicht.

Als Patientenbeauftragte der SPD-Fraktion möchte Stamm-Fibich auch die Einführung der elektronischen Patientenakte vorantreiben. "Die elektronische Patientenakte sorgt für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Davon profitieren die Patienten vor allem, wenn Ärzte schnell entscheiden müssen - das ist regelmäßig bei Notfällen so." Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens hinke Deutschland hinterher. Auch der Patientenbeauftragte der Bundesregierung müsse aktiver werden. "Wir müssen hier schneller werden und die Chancen der Digitalisierung nutzen", kritisiert Stamm-Fibich.

Ein weiteres Anliegen der SPD-Arzneimittelexpertin ist es, Patienten verständlicher über Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten zu informieren. Stamm-Fibich: "Durch meine Arbeit im Petitionsausschuss weiß ich, dass die Kennzeichnung von Arzneimitteln und die Information über ihre Wirkung immer wieder ein Problem ist." Ellenlange Beipackzettel würden häufig nicht gelesen. Insbesondere bei Dauermedikationen könne das gefährlich werden. Deutliche und leicht verständliche Kennzeichnungen auf der Verpackung könnten nach Ansicht der Politikerin helfen.