Schon am Vormittag bauten die einheimischen Künstler ihre teils außergewöhnlichen Kreationen auf.
Für eine federleichte Einstimmung sorgte die junge Formation "Sax Selection" aus Großenseebach, die Musikstücke aus Klassik, Pop und Swing darbot, aber auch überraschende und unterhaltsame Interpretationen von verschiedenen Musikstilen.

Eingangs wies Mitorganisator Werner Schrumpf auf die Bilderausstellung von und mit Werner Tögel "Home is where I ..." hin. Der mehrfach ausgezeichnete Großenseebacher Künstler zeigte einen Querschnitt aus seinen Werken und erklärte anhand von ausgewählten Bildern die verschiedenen Phasen der Entstehung.

"Dem Holzwurm entkommen" hieß es am Stand von Silke Artikus, die Schönes und Dekoratives für drinnen und draußen anbot.

Dass Metall ein zweites Leben hat, beweist Schrottdesigner Günther Bech - in seinen Händen verwandeln sich Gabeln zu Fischen, Zündkerzen zu Schmetterlingen und Schraubenschlüssel zu einer freundlichen Schnecke.

"Raku" - eine Brennkunst aus Japan - bevorzugt Marianne Dann aus Großenseebach. Nach einem dem ersten Brand, den alle Töpferwaren brauchen, kommen die mit einer besonderen Glasur behandelten Teile nochmals in den Brennofen. Die glühenden Stücke werden dann in einen Eimer mit Sägespänen gelegt. Ein spannender und für Augen und Nase reizender Moment. Die Werke schmauchen dann rund eine halbe Stunde im Rauch der Sägespäne. Nach dem Abschrubben kommt am Ende ein metallisches Krakelee zum Vorschein. So bezeichnet man ein maschenartiges Netz von kleinen Rissen oder Sprüngen, das bei vielen Kunstwerken alterungsbedingt auftritt, aber eben auch künstlich herbeigeführt werden kann. "Das ist der Moment, für den sich alle Mühe lohnt", beschreibt die Künstlerin die außergewöhnlichen Ergebnisse.