Katzen in Erlangen tot aufgefunden – "geliebte Familienmitglieder“ vergiftet?
Autor: Moritz Kircher
Erlangen, Donnerstag, 01. Oktober 2026
Binnen weniger Tage wurden in derselben Erlanger Nachbarschaft zwei Katzen tot aufgefunden. Das Tierheim Erlangen hat einen schlimmen Verdacht. Die Fälle werden aktuell untersucht.
Bei den betroffenen Familien ist der Schmerz groß, Katzenbesitzer in der Gegend sind beunruhigt. In einem Erlanger Stadtteil wurden innerhalb kurzer Zeit zwei Katzen tot aufgefunden. Wurden die Tiere womöglich absichtlich vergiftet? Der Verdacht steht jedenfalls im Raum. Beide Tiere, eine Katze und ein Kater, "waren jung und gesund", erklärt Laura Vanessa Legradi vom Tierheim Erlangen im Gespräch mit inFranken.de. Nichts deute auf einen Verkehrsunfall hin. Die Katzen haben "keine äußerlichen Verletzungen". Die Freigänger seien auch nicht in der Nähe einer Straße aufgefunden worden.
Vor Kurzem musste das Erlanger Tierheim indessen Abschied von Donna nehmen. Die Hündin hatte in ihrem Leben unvorstellbares Leid erfahren.
Tierheim Erlangen zeigt sich besorgt – "beide Katzen waren ganz geliebte Familienmitglieder"
In einem Post in den sozialen Medien äußert sich das Tierheim Erlangen betroffen und besorgt. "Binnen weniger Tage wurden bereits zwei gesunde Katzen ohne augenscheinliche Verletzungen in der Röthelheimallee in Erlangen gefunden", heißt es dort. Die Einrichtung steht mit den Besitzern in Kontakt.
"Beide Katzen waren ganz geliebte Familienmitglieder", beschreibt Laura Vanessa Legradi die Situation. "Der Schmerz ist sehr groß." Wenn dann noch der Verdacht im Raum stehe, dass jemand die Katzen vergiftet haben könnte, "dann ist das noch einmal viel schlimmer". Aufschluss erhofft man sich beim Tierheim von einer laufenden Untersuchung. Der tote Kater sei für eine pathologische Analyse zum Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gebracht worden. In Kürze erwarte man das Ergebnis und eine Antwort auf die Frage, ob das Tier vergiftet worden ist.
In dem Wohngebiet rund um die Allee am Röthelheimpark und den Röthelheimpark gebe es etliche Katzen, weiß man beim Tierheim. Auch um die Besitzer zu warnen, habe man den Fall über soziale Medien öffentlich gemacht. Sollen die Freigängerkatzen zurzeit lieber zu Hause bleiben? Eine allgemeine Empfehlung spricht die Tierheim-Mitarbeiterin Legradi nicht aus. "Das bleibt jedem Besitzer selbst überlassen." Aber es sei jetzt eben wichtig, achtsam zu sein und sich auch mit anderen Katzen- und Hundebesitzern in der Nachbarschaft auszutauschen.
Giftverdacht? Wann eine Katze sofort zum Tierarzt gebracht werden sollte
Auch sollte man die eigenen Tiere derzeit vielleicht auch genauer im Auge behalten. Zwar gebe es keine einheitlichen Symptome bei einer Vergiftung. Da komme es immer darauf an, was eine Katze oder ein Hund gefressen hat. Ganz allgemein seien Tiere dann aber "verhaltensauffällig, matt und abgeschlagen". Es komme auch vor, dass Tiere aufhöre zu fressen. "Gerade wenn wie jetzt eine Warnung herausgegeben wurde, sollte man unbedingt schnell zum Tierarzt, wenn eine Katze oder ein Hund irgendwie auffällig wird."
Abhängig vom Ergebnis der pathologischen Untersuchung soll im Fall der beiden toten Katzen wahrscheinlich auch noch Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Aktuell liege noch nichts vor, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken auf Anfrage von inFranken.de mit. Beim Tierheim Erlangen hofft man auf Aufklärung. Und darauf, dass Katzenbesitzer rund um die Allee am Röthelheimpark in Erlangen ihre Tiere bald wieder ohne Sorge auf die Straße lassen können.