". . . 99 Luftballons" spielte Bernd Riehlein mit seiner Band. Tatsächlich waren es weitaus mehr, die das Akku-Organisationsteam auf die vielen Besucher der "Weißen Nacht" vom Himmel herabregnen ließ.

Ein herrliches Bild und ein Höhepunkt des Festes als die - natürlich weißen - Ballons von Tisch zu Tisch weiter geschickt wurden. Höchstadts erste "Weiße Nacht" war ein fantastisches Fest. Zum Glück für Organisatoren und Besucher an einem herrlichen Sommerabend mit angenehmen nächtlichen Temperaturen.

Wäre es anders gewesen, hätte man in eine Halle ausweichen müssen und der Charme des sommerlichen Festes wäre komplett dahin gewesen.

"Fifty shades of White", ist man versucht, über die Inszenierung zu schreiben. Wie viele Schattierungen Weiß haben kann, wurde in Höchstadts Guter Stube, dem Marktplatz deutlich.

Ein reines jungfräuliches Weiß bei strahlendem Sonnenschein, ein mildes Weiß mit beginnender Dämmerung und ein nächtliches, von farbigen Spots angestrahltes, das auch Blau leuchtete.

Der Arbeitskreis Kultur hatte Fantastisches geleistet. Das stellte auch Bürgermeister Gerald Brehm (JL) fest, der gerade von einer Kreuzfahrt nach Norwegen zurück war. "Heute wird die Arbeit des Arbeitskreises einmal richtig wahrgenommen", freute sich das Stadtoberhaupt.


Ausnahmslos in Weiß gekleidet

Sichtbar war vor allem, dass die vielen Besucher aus Höchstadt und Umgebung dem Dresscode entsprechend ausnahmslos in Weiß gekleidet waren. Angesagt war "ein weißes Picknick", wie es häufig den Reichen und Schönen vorbehalten ist. In Höchstadt war jedermann willkommen. Essen, Geschirr, Besteck hatten die Besucher selbst mitzubringen.


Tischkultur vom Feinsten

Ein fröhliches Damentrio zeigte Tischkultur in Vollendung: silberne Platzteller, Serviettenringe und Leuchter, dazu einen Dekanter, damit sich der Rotwein auch richtig entfalten konnte. "Ich wollte auch noch das silberne Jugendstilbesteck mitnehmen. Aber mein Mann hat es nicht rausgerückt", erzählte eine der Besucherinnen. "Mit Kind und Kegel" und einem für den Abend gut gefüllten Handwagen war eine vierköpfige junge Familie angerückt.

Für Getränke sorgte die örtliche Gastronomie: Es gab Weißbier, Weißwein, Sekt und natürlich auch weiße Cocktails.

Ideengeberin für die Weiße Nacht war Sabine Brinkel vom Arbeitskreis Kultur. Mit weiß eingedeckten Tischen, weißem Blumenschmuck und Kerzen hatte sie für ein stilvolles Ambiente gesorgt.

Die stimmungsvolle Atmosphäre, die sich für den Besucher wie hingehaucht darstellte, hat dem Akku-Team also ziemlich viel Arbeit abverlangt.

Der Abend war es wert. Und - er soll im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden, wie Brinkel verriet.


Auch Gäste aus Krasnogorsk

Dass Gäste aus Höchstadts Partnerstadt Krasnogorsk unter den Besuchern waren, passte zum Fest wie die Störche auf den umliegenden Dächern. Natürlich weiß gekleidet, klapperten sie unentwegt als wollten sie Beifall klatschen.

Das tat auch Bürgermeister Brehm: "Einfach Spitze", war sein Kommentar. Und die Band "Reline smart" spielte "We are the Champions". Recht haben sie!