In den letzten Jahren stieg die Nachfrage nach regionalen und nachhaltigen Lebensmitteln stark an. Das merkt auch Lisa Hock an der großen Nachfrage ihrer regionalen Produkte in ihrem kleinen Hofladen, den sie und ihr Mann von den Schwiegereltern übernommen haben.

Der aktuelle Laden sei mit seinen circa sechs Quadratmetern jetzt einfach "viel zu klein". Und auch die Produktvielfalt soll mit Zusammenarbeiten mit anderen Bauern und einem eigenen EU-Schlachthaus vergrößert werden.

Bauernladen Hock in Höchstadt expandiert

Der neue Laden soll am Rand von Höchstadt im Gewerbegebiet Aischpark entstehen. "Dort haben wir auch unseren Haflinger-Hof und auch ein Wohnhaus wird gebaut", beschreibt Lisa Hock die Lage des neuen Ladens. Circa 40 Quadratmeter soll dieser dann bieten.

Den Platz brauche Hock auch. "Wir möchten neben unseren Produkten auch die von anderen regionalen Direktvermarktern anbieten. Zum Beispiel Gemüse oder auch Wein." Lisa Hock und ihr Ehemann Alexander selbst bauen momentan Kartoffeln an, die auch an die eigenen Tiere verfüttert werden.

"500 Hähnchen, 40 Puten, 200 Gänse, Enten und auch ein paar Schweine leben auf dem Hof und werden artgerecht gehalten und von uns selbst geschlachtet. Unsere Gänse werden zum Beispiel in den Aischwiesen gehalten, sodass man sehen kann, wie sie aufwachsen", berichtet die Laden-Besitzerin.

Planung eines eigenen EU-Schlachthauses

Geplant sei neben dem Hofladen außerdem ein EU-Schlachthaus. Bisher durfte das Ehepaar nur die eigenen Tiere schlachten. Aber die Nachfrage anderer Bauern mit weniger Tieren sei bei den Hocks groß. "Uns rufen viele Leute an, die wir zum Teil nicht kennen und fragen, ob wir ihre Tiere schlachten können. So ein Schlachthaus gibt es bisher nirgends in der Gegend", erklärt Lisa Hock die Nachfrage. 

Für den neuen Laden wünscht sie sich, dass er gut angenommen wird und die Menschen die regionalen Produkte schätzen. "Oft wird es nicht gesehen, dass der Bauer die Lebensmittel bringt, sondern es wird sich nur über den langsamen Traktor auf der Straße beschwert." Lisa Hock wird aber auch durch die Kundschaft in Ihrem Vorhaben bestätigt. "Die Kunden sagen oft, dass man die Qualität in unserem Fleisch richtig schmeckt."

Grünes Licht für das Projekt gab es schon von der Stadt. Jetzt müsse nur noch das Landratsamt zustimmen. Auch Kritik gegen das Vorhaben müsse an das Landratsamt gerichtet werden, berichtet Lisa Hock. "Im Stadtrat wurde von einer Dame eine eventuelle Geruchsbelästigung kritisch gesehen. Auch das muss mit dem Landratsamt ausgemacht werden", sagt sie. "Ich sehe die Gefahr nicht, da die Schlachtabfälle ja jeden Tag abgeholt werden."