Im Dohnwald brannten Lagerfeuer, über denen Kessel mit Würstchen und Früchtetee dampften und auf die siebten Klassen der Staatlichen Realschule warteten. Rund 100 Schüler starteten auf einer Aufforstungsfläche eine Waldpflegeaktion. Auf die Schüler warteten auch Bürgermeister German Hacker (SPD), Schulleiter Ulrich Langer, die Försterin Heike Grumann, Michael Welker, der Vorsitzende der Waldcorporation Herzogenaurach, Forstdirektor Peter Pröbstle sowie Monika Preinl vom Sachgebiet für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Herzogenaurach.
Waldpflege ist in der Staatlichen Realschule Herzogenaurach mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Biologieunterrichtes geworden. Seit 2012 sind die Siebtklässler der Realschule jedes Jahr im November in den Herzogenauracher Wäldern im Einsatz. In diesem Jahr stand die Pflege einer Aufforstungsfläche im Dohnwald auf dem Programm. Die Waldcorporation Herzogenaurach hatte der Realschule damals die etwa 0,34 Hektar große Fläche zur Verfügung gestellt. Seither hat die Schule eine Pflegepatenschaft für den jungen Waldbestand übernommen.
Für den Schulleiter sind solche Einsätze eine gelungene und sinnvolle Abwechslung im Schulalltag. "Die Kinder sollen erfahren, wie Wald wächst und dass dazu auch Pflege notwendig ist. Außerdem tun einige Stunden an der frischen Luft ganz gut", meinte Ulrich Langer.
Wie Försterin Grumann den Schüler erklärte, muss der unerwünschte Gehölzaufwuchs wie junge Birken oder Pappeln entfernt werden. Denn aufgrund ihres schnellen Wachstums überwachsen sie sonst die damals gepflanzten Eichen und Hainbuchen und nehmen den Jungbäumen das Licht.
Nach einer Sicherheitseinweisung in die Handhabung der Klappsägen und Gartenscheren sowie der Verteilung der Arbeitshandschuhe wurde der von Fabian Grziwa von der Waldbesitzervereinigung Erlangen-Höchstadt mit blauer Farbe gekennzeichnete Bewuchs entfernt. "So tief wie möglich abschneiden oder absägen, denn die treiben im Frühjahr wieder aus", empfahl die Försterin nach Einteilung der Trupps.
Für die Schüler ist das Thema Wald nicht neu. "In Realschulen steht der Lebensraum Wald im Lehrplan der sechsten Klassen", erklärte Antonia Weng, die den Fachbereich Biologie an der Realschule leitet. Die Siebtklässler wurden vor der Aktion von Heike Grumann auf die Pflegearbeiten vorbereitet. Die Försterin erklärte in einer Unterrichtseinheit im Klassenzimmer, worauf es bei der Pflege des Jungwuchses ankommt. Besonders wichtig ist ihr, "dass sorgfältig gearbeitet und Rücksicht auf die gepflanzten Bäume genommen wird".
Bürgermeister Hacker zeigte sich von der Pflegeaktion und der Tatkraft der Schüler beeindruckt. Für die Verpflegung sorgte auch in diesem Jahr wieder die Stadt Herzogenaurach, und die heißen Wienerle und der heiße Tee schmeckten nach der Aktion in der frischen Luft nochmal so gut.