Gasleitung in Erlangen beschädigt: Wohnhaus für mehrere Stunden evakuiert

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Bei Arbeiten wurde am Freitagmorgen in Erlangen eine Gasleitung beschädigt. Ein Wohngebäude musste deshalb evakuiert werden.

Am Freitagmorgen (02. Juni 2023) ist in der Luitpoldstraße in Erlangen bei Bauarbeiten eine Gasleitung beschädigt worden.

Gegen 8.30 Uhr wurde während Umbaumaßnahmen in einem Ladengeschäft eine Gasleitung angebohrt, teilte die Feuerwehr Erlangen mit. Der Versuch den Gasaustritt durch Schließen des Haupthahnes zu unterbinden blieb erfolglos.

Maßnahmen dauerten mehrere Stunden an

Wie die spätere Erkundung durch Feuerwehr und Erlanger Stadtwerke ergab, befand sich die Leckage noch vor dem Hauptschieber in der Gebäudezuleitung befand. Die Bohrstelle wurde deshalb mittels Rundkeil provisorisch verschlossen. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Meister der Stadtwerke musste zum Abstellen des Gases die Leitung straßenseitig freigelegt werden. Unter Druck wurde diese getrennt und anschließend abgedichtet.

Die Maßnahmen dauerten mehrere Stunden an. Für die Dauer musste die Einsatzstelle im Bereich Zollhaus weiträumig abgesperrt werden. Hierzu wurde auch dauerhaft der Brandschutz sichergestellt. Fünf betroffene Bewohner des Gebäudes mussten über den gesamten Zeitraum den Bereich verlassen und konnten erst nach Abschluss der Tätigkeiten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Erdgas wird mit einem Duftstoff odoriert. Dieser riecht sehr markant und wird selbst bei gering austretenden Mengen bereits deutlich wahrgenommen. Sollte es zum Gasaustritt kommen, gilt es nicht in Panik zu verfallen. Die Feuerwehr weist darauf hin, in einem solchen Fall für einen Durchzug zu sorgen, in dem Fenster und Türen geöffnet werden. Auf diese Weise wird die Konzentration des Gases gering gehalten. Des Weiteren gilt es, alle Zündquellen fernzuhalten. Das heißt, auch Ventilatoren oder Lüftungsanlagen sollten nicht eingeschaltet werden.

Bei Gasaustritt: Diese Tipps gibt die Feuerwehr

Stattdessen sollte der Hauptabsperrhahn geschlossen und das Gebäude verlassen werden. Erst im Freien sollte der Notruf gewählt werden. Beim Informieren von Mitbewohnern, empfiehlt die Feuerwehr die Türklingel oder Telefone zu vermeiden. 

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