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Fußballtor-Tragödie in Erlangen: Familie von totem Anton (7) spricht


Autor: Riccarda Rascher

Erlangen, Dienstag, 02. Juni 2026

Nach dem tragischen Tod eines siebenjährigen Jungen in Erlangen melden sich die Eltern persönlich zu Wort.
Bei einem tragischen Unfall auf dem Sportplatz des FSV Erlangen-Bruck in Bayern starb am Samstagnachmittag (21. März 2026) ein siebenjähriger Junge.


Der Facebook-Post der Familie des toten Jungen, gepostet vom FSV Erlangen‑Bruck, geht unter die Haut. Er richtet sich an den siebenjährigen Anton, der bei einem tragischen Fußball-Unfall ums Leben kam, und zeigt, wie tief die Trauer noch immer sitzt. Worte wie "Du bleibst für immer in unseren Herzen" machen deutlich: Der Verlust ist auch Wochen später allgegenwärtig.

Bereits kurz nach dem Unglück hatte der Verein große Solidarität erfahren. Wie inFranken.de berichtete, unterstützten zahlreiche Menschen die Familie mit Spenden, Nachrichten und Gesten der Anteilnahme. Mehr als 20.000 Euro kamen zusammen. 

"Bitten um Verständnis": Eltern des gestorbenen Jungen erklären, wie es ihnen jetzt geht

"Lieber Anton, wir durften 7 Jahre, 9 Monate und 7 Tage mit dir verbringen - voller Lachen, Erlebnisse und unvergesslicher Momente. Jeder Tag mit dir war etwas ganz Besonderes für uns, und wir tragen dich für immer in unseren Herzen", richtet seine Familie direkte Worte an das verstorbene Kind. "Ohne dich ist alles anders. Doch in unseren Gedanken und Erinnerungen bist du immer mit einem Lächeln bei uns und wir wissen genau, dass du bei uns immer ein ganz fester Bestandteil bist und bleibst", betonen seine Angehörigen. 

Gleichzeitig zeigt sich die Familie "zutiefst berührt von der unfassbaren Anteilnahme und Unterstützung, die uns in den vergangenen Wochen entgegengebracht wurde". Der FSV Erlangen-Bruck sei ihnen "in dieser Zeit eine große Stütze" gewesen und habe auch geholfen, das Geschehene "ein Stück weit zu verarbeiten". Zum Beispiel habe der Verein ein Fest zu Ehren von Anton organisiert, das vielen Menschen eine Verabschiedung ermöglicht habe. Dies geschah demnach "auf dem Fußballplatz, den er so liebte".

Zudem geben Antons Angehörige einen Einblick in ihren aktuellen seelischen Zustand. "Wir bemühen uns Schritt für Schritt, wieder so etwas wie Alltag zu finden. Gleichzeitig braucht es noch Zeit, einen sinnvollen Umgang mit der großen Unterstützung zu finden - wir bitten dafür um Verständnis", heißt es in dem Post. "Ein unbezahlbarer Wunsch von uns als seine Familie ist, dass Antons Lebensfreude und sein Lächeln in unseren Erinnerungen weiterlebt - in uns und in euch allen", erklären die Angehörigen abschließend. 

Erlangen: Das sind die Erkenntnisse zur Ursache des tödlichen Tor-Unfalls

Der tragische Unfall ereignete sich am 21. März 2026 auf dem Gelände des FSV Erlangen‑Bruck: Beim Aufstellen eines mobilen Fußballtors kippte dieses plötzlich nach vorne und traf den Jungen. Anton wurde dabei lebensgefährlich verletzt und starb wenig später im Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen spielte eine unkontrollierte Kippbewegung des Tores eine Rolle, möglicherweise begünstigt durch Zusatzgewichte am Gestänge. Der Unfall löste weit über Erlangen hinaus Entsetzen aus. 

Aus der Tragödie ist auch ein dauerhaftes Zeichen entstanden. Unter dem Hashtag #AntonLiebtBunt wird an den Jungen erinnert. Die Familie betont, dass Antons Lebensfreude und sein Lächeln weiterleben sollen - in der Erinnerung aller, die ihn kannten.

Der Verein begleitet diesen Weg aktiv: mit Trauerangeboten für Kinder, Unterstützung für die Familie und dem Versuch, Schritt für Schritt wieder in den Alltag zurückzufinden.