Mit dem 35-jährigen mittelfränkischen SPD-Kandidaten für das Europäische Parlament, Matthias Dornhuber, hatte der Herzogenauracher SPD-Ortsverein einen überzeugten Europäer zum traditionellen politischen Aschermittwoch in die Brauereigaststätte Heller eingeladen.

Ortsvereinsvorsitzende Renate Schroff konnte bei der gut besuchten Veranstaltung auch Bürgermeister German Hacker begrüßen, der sich freute mit dem Redner einen ehemaligen Physikschüler aus seiner Zeit am Gymnasium Fürth zu treffen.

Dornhuber ist in Pirkach bei Emskirchen aufgewachsen und war Fürther Juso-Chef. Jetzt ist er stellvertretender SPD-Landesvorsitzender und seine Rede in Herzogenaurach war sein erster Auftritt bei einem politischen Aschermittwoch. "Die SPD ist eine Volkspartei und wird es auch bleiben", betonte der Redner eingangs und darauf sei er stolz.

So habe Parteispitze klare Vorschläge für die Erneuerung des Sozialstaats verabschiedet. Grundrente, Bürgergeld, Reform des Arbeitslosengeldes - denn der Sozialstaat müsse "den Menschen wieder als Partner gegenübertreten statt mit Misstrauen".

Schwarz-Weiß-Denken

Scheinbar komme alles Gute aus München und alles Schlechte aus Brüssel. Dass sie damit den Rechtspopulisten den Rücken stärke, scheine die CSU noch nicht gemerkt zu haben, wenn sie immer und überall die Axt anlege. "Denn wenn man sich die CDU in der EU so anschaue, kann es einem Angst und bange werden." Allerdings scheine mit Markus Söder ein neuer Geist bei der CSU einzuziehen, denn die Partei distanziere sich plötzlich von Ungarns Regierungschef Viktor Orban, "den sie in den letzten Jahren bei ihren Parteitagen regelrecht hofiert hatten", erklärte Dornhuber.

Dornhubers Kandidatur für das Europäische Parlament stehe unter dem Motto: "Ein Europa, das begeistert", denn er sei überzeugt, dass sozialdemokratische Politik auch heute Menschen überzeugen und begeistern könne. "Ich will dafür arbeiten, dass Europa zu einem sozialdemokratischen Leuchtturm wird, um Lebensqualität, Frieden, Sicherheit, Chancen und Wohlstand nicht für einige wenige, sondern für alle zu schaffen", betont Dornhuber.sae