Etwas Vorweihnachtsfreude für Kinder, die es gerade besonders schwer haben: Das erste Türchen ihres eigenen Adventskalenders können am 1. Dezember 2021 auch alle Patientinnen und Patienten der Kinderkardiologischen Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Sven Dittrich) und der Kinderherzchirurgischen Abteilung (kommissarischer Leiter: Prof. Dr. Sven Dittrich) des Universitätsklinikums Erlangen öffnen.

Die 50 Spielzeugadventskalender im Wert von insgesamt rund 1.500 Euro sind ein Geschenk des Fördervereins Herzpflaster, der mit dieser schönen traditionellen Gabe seit vielen Jahren die kranken Kinder und Jugendlichen in der Adventszeit beglückt. Das berichtet das Universitätsklinikum Erlangen in einer Pressemitteilung. 

„Auf unseren Stationen behandeln wir aktuell fast zwei Dutzend Kinder mit zum Teil schweren angeborenen Herzfehlern wie einem Loch in der Herzscheidewand oder Fehlbildungen an den Arterien“, berichtet Lennart Heinzel, Psychologe in der Kinderkardiologie des Uni-Klinikums Erlangen. Für genau diese Patientinnen und Patienten überbrachte Thorsten Prennig gemeinsam mit seinem Sohn Finn und Nadine Niedermann im Namen von Herzpflaster e. V. eine Kofferraumladung Spielzeugadventskalender, die täglich eine altersgerechte kleine Überraschung beinhalten.

„Manche unserer jungen Patientinnen und Patienten befinden sich schon seit einigen Wochen bei uns; ein Junge sogar bereits seit fünf Monaten“, berichtete Lennart Heinzel bei der Übergabe im Wirtschaftshof der Kinderklinik. „Gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn sich das familiäre Leben mehr zu Hause abspielt, ist es für Kinder sehr schwer, getrennt von ihrer Familie im Krankenhaus behandelt zu werden. Deshalb sind solche kleinen Momente der Freude jetzt besonders wichtig.“

Der gemeinnützige Förderverein Herzpflaster unterstützt bereits seit vielen Jahren verlässlich die Arbeit der Erlanger Kinderkardiologie, um damit die medizinische Versorgung sinnvoll zu ergänzen. Regelmäßig spendet der Verein Spielzeug und weitere Annehmlichkeiten, die nicht vom Klinikbudget finanziert werden können. Kurz nach der Geburt des ersten Kindes von Melanie und Thorsten Prennig wurde im Uni-Klinikum Erlangen bei dem Neugeborenen eine Herzrhythmusstörung festgestellt.

Erst nach etlichen Krankenhausaufenthalten war eine Medikamentenkombination gefunden. Nach einem Eingriff am Herzen vor drei Jahren, kann der Junge heute ein weitgehend normales Leben führen. Aus Dankbarkeit über die Hilfe gründete das Ehepaar Prennig 2013 den Verein Herzpflaster, um damit künftig anderen Familien in ähnlichen Situationen zu helfen. Der inzwischen neunjährige Finn engagiert sich schon jetzt für Herzpflaster e. V. und freut sich jedes Mal sehr, wenn wieder eine Spende zu „seiner“ Station gebracht wird, in der er viele Monate seines Lebens verbracht hat.